Quelle: ZAMG

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Dr. Erdal Cetin

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Vorstellungsgespräch: Eine Chance mehrfach nützen

10.03.2016 - 13:24
Gerade in Zeiten wie diesen wird das Äußere beim Bewergungsgespräch immer wichtiger: Denken Sie über einzelne Aufgaben hinaus!

 Seit Monaten verzeichnet Österreich Arbeitslosigkeits-Rekordwerte. Auch wenn der Februar ein wenig nach Entspannung aussah - immerhin gab es mehr Stellen und mehr unselbstständig Beschäftigte -, so stieg doch auch die Zahl der beim AMS gemeldeten Arbeitslosen. Aktuell stehen wir laut Sozialministerium bei mehr als 475.000 ohne Erwerbstätigkeit, rund 70.000 davon in Schulungen.

Als wären diese Zahlen noch zu rosig, legt das WIFO aktuell nach und vermeldet, dass mit einer spürbaren Kunjunkturbelebung nicht zu rechnen ist. Mehr noch: Der zarte Aufwärtstrend scheint sogar gefährdet, etwa weil der Handel mit Österreichs zweitwichtigstem Exportpartner, den USA, zum Jahreswechsel an Schwung verlor.

 

Konsequenzen für Jobsuchende

Dass eine solch angespannte Arbeitsmarktsituation bei der Jobsuche nicht ohne Konsequenzen bleibt, ist evident. Die Luft wird dünner, die Latte für Bewerber liegt höher. Natürlich darf man sich daher schon gar keinen Fauxpas bei Selbstverständlichem leisten: Das korrekte Outfit ist beim Vorstellungsgespräch ebenso wichtig wie die richtige Vorbereitung darauf. Neben einer gründlichen Auseinandersetzung im Vorfeld mit dem jeweiligen Unternehmen und der in Frage kommenden Position muss auch das Outfit passend gewählt werden.

Dass Ihre Kleidung sauber, ohne Löcher und gebügelt ist, versteht sich von selbst. Ebenso keinen Verhandlungsspielraum gibt es bei Nogos. Beispiele: Flip Flops (außer Sie bewerben sich bei Baywatch), Sportschuhe und Freizeit-Outfit (außer Sie bewerben sich bei Facebook), Krawatten in schrillen Farben oder mit auffälligen Mustern (außer es handelt sich um einen Kostümverleih), Kleidung in knalligen Farben (außer Sie bewerben sich bei Miami Vice).

Grundsätzlich ist es ratsam, dezent aufzutreten: Besser diskreter Absatz als High Heels; übertreiben Sie es nicht mit Schmuck; wenn Sie sich nicht sicher sind, wie die Unternehmenskultur ist - protzen Sie nicht vorab mit Piercings oder Tattoos; Frauen präsentieren sich seriöser in Kostüm oder Hosenanzug, nicht im engen sexy Outfit.

Um das richtige Outfit zum Vorstellungsgespräch wählen zu können, geht es aber nicht nur um Sie, sondern auch um das Unternehmen, bei dem Sie vorstellig werden: Bei einer Bank sind Anzug in gedeckten Farben sowie ein Hemd mit passender Krawatte empfehlenswert. Für einen Job, der im Baugewerbe oder Handwerk ausgeübt werden soll, wäre das hingegen übertrieben. Hier genügt ein eher legeres, aber dennoch schickes Outfit.

Neben der Kleidung ist Ihr gesamtes Auftreten wichtig: Haarschnitt, Fingernägel (Nogo bei Männern: zu lange!) und Makeup sollten gepflegt sein.

 

Multitasking im Auftreten

Aktueller Tipp: In angespannten Konjunkturzeiten müssen oft Arbeitnehmer mehrere Jobs erfüllen können. Präsentieren Sie sich daher auch in Ihrem Äußeren so ansprechend und kompetent, dass etwaige zusätzliche Aufgaben wie Kundenkontakt, persönliches Treffen mit Geschäftspartnern oder betriebsinterne Kommunikation zugetraut werden. Auch dann, wenn es gar nicht zur aktuellen Job Description gehört. Wer weiß, was noch alles auf Sie zukommen kann?


red/ag

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