Quelle: ZAMG

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Dr. Erdal Cetin

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Haarpflege: Naturkosmetik selbst herstellen

25.02.2014 - 14:10
Beautyprodukte können auch ohne Silikon und Tensiden auskommen.
"Bio" auch bei Kosmetika längst im Trend© PhotoSGH / shutterstock"Bio" auch bei Kosmetika längst im Trend

In den vergangenen Jahren geht der Trend in fast sämtlichen Lebensbereichen immer stärker hin zu nachhaltigen Produkten. Immer mehr Menschen ernähren sich zumindest zeitweise vegetarisch oder vegan, Bio-Gemüse und Obst entwickelt sich sogar im Discounter zum Renner, und auch die Bio-Baumwolle ist auch in Bekleidung keine Seltenheit mehr. Die Möglichkeiten, im Rahmen des eigenen Einkaufverhaltens einen sinnvollen Beitrag zu leisten, sind beinahe grenzenlos, so lange der Geldbeutel dabei mitspielt.

Auch in der Kosmetikabteilung tauchen immer mehr Produkte auf, die mit verschiedenen Zertifikaten und Siegeln ausgezeichnet sind: Naturprodukte, die ohne Zusatz von chemischen und tierischen Inhaltsstoffen auskommen und die meist auch ohne Tierversuche produziert wurden. Leider sind gerade diese Produkte oft besonders kostspielig und im regelmäßigen Gebrauch nur für wenige Menschen erschwinglich. Und dabei ist es unabhängig, ob es sich um ein Haarshampoo, eine Gesichtscreme oder ein neues Make Up handelt.

 

 Gut für Geldbörse und Haar

Gerade beim Haar ist es empfehlenswert, auf chemische Inhaltsstoffe zu verzichten. Diese können nämlich beschweren, belasten und auf Dauer das Haar sogar schädigen. Im täglichen Leben ist unser Haar ohnehin einer Vielzahl schädigender Reize ausgesetzt – UV-Belastungen, Autoabgase, Stylingprodukte, Temperaturschwankungen und Überpflegung. Was das Haar daher braucht, ist nicht etwa eine zusätzliche Belastung, beispielsweise durch silikonhaltige Shampoos oder Kuren, sondern vielmehr eine Form der Entspannung. Diese lässt sich in Drogerien und beim Versandhandel in Form von Shampoos erstehen (zum Beispiel http://www.bipa.at/shampoos/pflege/haar) oder ganz einfach in den eigenen vier Wänden selbst produzieren. Das ist in den meisten Fällen nicht nur günstiger, sondern macht auch Spaß. Und das Beste ist: Alle Inhaltsstoffe des fertigen Produkts sind bekannt.

 

Das Problem von Haarshampoos

und Haarkuren mit zu viel Chemie

 

Industriell hergestellte Haarpflegeprodukte verfügen oftmals über bestimmte Eigenschaften, die das Haar auf Dauer eher zusätzlich belasten, als zu pflegen. Das gilt selbstverständlich nicht für alle Arten von Shampoos und Pflegekuren – Naturkosmetik beispielsweise kann durchaus industriell hergestellt werden und verfehlt ihre positive Wirkung trotzdem nicht. Die Folgen von übermäßig belastetem Haar durch die ständige Chemiekeule können trockenes, splissiges Haar sein, juckende Kopfhaut, Haarbruch oder gar Haarausfall.

Durch den Einsatz von Tensiden beispielsweise wird das Haar während der Pflege extrem entfettet. Das kann nicht nur die natürliche Schutzschicht des Haars angreifen, sondern außerdem dafür sorgen, dass der Körper versucht, diese umgehend wieder zu restaurieren. Die Folge ist, dass das Haar noch schneller nachfettet – ein Effekt, den beim Haarewaschen niemand erzielen möchte.

 Silikone dagegen beschweren das Haar zusätzlich, indem sie sich wie eine Art Schicht um das Haar legen. Das sorgt zwar für strahlenderen Glanz und leichtere Kämmbarkeit, kann langfristig gesehen aber negative Auswirkungen haben. Silikone stehen im Verdacht, Allergien auszulösen und sind zudem extrem umweltschädlich.

Woran Silikone anhand der Liste der Inhaltsstoffe erkannt werden können und welche Produkte garantiert ohne Silikone auskommen, lässt sich hier nachlesen: http://www.brigitte.de/beauty/haare/shampoo-ohne-silikone-1155884/.

 

 Auf die Basis kommt es an

Wer sein Shampoo - ohne Tenside oder Silikon - in Eigenregie herstellen möchte, sollte dementsprechend versuchen, diese Basis zu ersetzen. Dabei existieren durchaus Möglichkeiten verschiedene Kräutershampoos unter Zuhilfenahme von Kernseife herzustellen (zur Rezept-Liste). Mit etwas Geschick lassen sich die Shampoos innerhalb weniger Minuten zusammenrühren und sind dann durchaus für mehrere Behandlungen geeignet.

 

Wem die Zuhilfenahme von Kernseife nicht liegt, der kann bei der eigenen Shampooherstellung auch noch einen Schritt weitergehen und komplett in Eigenregie arbeiten. Auch in diesem Bereich finden sich zahlreiche Anleitungen im Internet, die von Biershampoo über Ölshampoo bis hin zu Rezepten mit Mayonnaise reichen. Nicht alle dieser Rezepte sind dabei wirklich hilfreich, was sich allein daran festmachen lässt, dass beispielsweise Mayonnaise in der Regel ebenfalls relativ viele Inhaltsstoffe enthält, die mit der Idee einer naturbelassenen Produktion kompatibel sind.

 

Eine weitere Möglichkeit für natürliche Haarpflege ist das Waschen mit Lavaerde (http://de.wikipedia.org/wiki/Lavaerde). Diese wird einfach mit ein wenig Wasser angerührt, auf das Haar aufgetragen und anschließend mit Wasser ausgespült. Lavaerde enthält von sich aus keinerlei Reizstoffe und wurde bereits von antiken Völkern als Reinigungsmittel für Haar und Körper eingesetzt.

 

ag/red

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