Quelle: ZAMG

Gesundheitskolumne

Kolumne

Dr. Erdal Cetin

Kolumne

Daytrading: Grundlagen für Börsenzocker

11.01.2018 - 13:05
Will man online mit Börsenkursen handeln, kann man verschiedene Strategien anwenden. Daytrading ist eine dieser Strategien, die allerdings eine Menge an Erfahrung, technisches Know-How und diszipliniertes Trading erfordert, um erfolgreich sein zu können.

Was ist Daytrading?

Grundsätzlich versteht man darunter ganz einfach das Kaufen und Verkaufen von Werten innerhalb eines Tages. Sollten wir z.B. mit Google-Wertpapieren Daytrading betreiben wollen, müssten wir Anteile einkaufen und diese noch am selben Tag wiederverkaufen, bevor die Börse schließt. Da man beim Daytrading durch kleine Kursschwankungen profitiert, dieser Profit allerdings von hohen Einsätzen und Wachsamkeit abhängt, kann man es sich im Normalfall nicht leisten, eine ganze Nacht keine Kontrolle über einen Trade zu haben. Dieser könnte theoretisch nach einer Nacht an einer komplett anderen Stelle stehen, als am Abend zuvor. Viele Menschen glauben Daytrader sind schlicht und einfach Trader, die täglich viele Trades durchführen. Obwohl das nicht ganz falsch ist, spielen sehr viele andere Aspekte dabei eine große Rolle. Dadurch kann man sagen, dass das Daytrading nichts für schwache Nerven und emotionale Menschen ist.

 

Hauptgründe für die Schwierigkeit des Daytradings

1. Anfallende Gebühren brauchen den Profit auf.

Obwohl kostenlose Trades mehr und mehr an Popularität gewinnen, sogar bei gebührentechnisch bereits günstigen Brokern, sollte man Gebühren, oftmals sogenannte „Spreads“ (Unterschied zwischen Geld- und Briefkurs), nicht außer Acht lassen. Ein einfaches Beispiel; wir bezahlen für jeden Kauf und Verkauf 10€, dann bedeutet das, wenn ich eine Wertanlage kaufe und anschließend verkaufe, dass ich 20€ nur für die Transaktion bezahle. Für einen Investor der ein Kapital von 1000€ besitzt, bedeuten fünf Trades Gebühren von 100€ was 10% des Startkapitals ausmacht. Eine so hohe Gebühr macht es beinahe unmöglich erfolgreicher Trader zu werden.

2. Disziplin ist die Voraussetzung.

Disziplin ist beim Daytrading von oberster Priorität, da die Prozesse dazu neigen sich zu wiederholen und ein großer Verlust viele kleine erfolgreiche Trades relativieren kann. Für den Fall, dass wir in einem Trade 0,05% Gewinn erzielen und 5000€ unsere Rücklage war, dann bedeutet das, wir haben 25€ Gewinn erzielt (abzüglich der anfallenden Gebühr). Das hört sich hervorragend an. Was passiert allerdings, wenn unser Trade um 1% unter dem Anfangswert liegt? Soll man verkaufen oder wartet man ab? Allerdings kann es passieren, dass die Position auf 2% hinuntergeht. Das könnte einen weitaus größeren Verlust bedeuten. Dafür muss man sich fixe Stopps, sowohl im Bereich des Gewinns als auch bezüglich Verlust setzen und sich penibel an seine Strategie halten. Ohne die diesbezügliche Disziplin wird man nicht erfolgreich sein können.

3. Beständigkeit ist der Schlüssel.

Es gibt unzählige Käufer und Verkäufer, welche um dieselben Positionen von Werten konkurrieren. Jeder aktive Investor weiß, dass eine durchschnittlich Erfolgsquote von 50% bereits äußerst schwierig zu erreichen ist. Darum sollte man extrem beständig und beharrlich dabei sein, neue Möglichkeiten für potentielle Trades zu finden und gleichzeitig aktuelle Trades bestmöglich exekutieren.

 

Daytrading Steps

Das Durchführen eines Daytrades kann in einigen, wenigen Schritten zusammengefasst werden.

1. Finden Sie Wertanlagen, die die Voraussetzungen für das Daytrading
        erfüllen

2. Entscheiden Sie, ob der vorhandene Bestand in Ihre
        Profit/Verlust-Rate passt

3. Eröffnen Sie die Position

4. Schließen Sie die Position so bald Ihr Ziel erreicht wurde, bzw. bevor
        Verluste anfallen

5. Beginnen Sie von vorne

Die meisten Daytrader durchsuchen Börsencharts bis sie eine potentielle Wertanlage gefunden haben, in die es sich lohnt kurzzeitig zu investieren. Von sehr großer Bedeutung sind die gesetzten Limits, ab welchen Verlust bzw. Gewinn eine Wertanlage automatisch verkauft werden soll. Dadurch kann man maximalst effizient konkrete preisliche Ziele anvisieren und umsetzen.

Alles in allem ist das Daytrading sehr viel komplizierter wie es im ersten Moment erscheint. Disziplin und Erfahrung, sowie Hingabe und Beharrlichkeit sind der Schlüssel zum Erfolg. Nur mit diesen Eigenschaften kann man durch diese Strategie Profite erwirtschaften und längerfristig überleben.

Besonders für Anfänger in diesem Bereich ist es wichtig nicht vorschnelle mit echtem Geld zu handeln. Fast jeder Online Broker bietet heutzutage ein kostenloses Demokonto an, das praktisch reale Bedingungen biete. Ein Neuling im Daytrading sollte so lange im Trading Demokonto üben, bis er es geschafft dauerhaft in der Gewinnzone zu bleiben. Kann man diese nämlich nicht im Demomodus bewerkstelligen, dann funktioniert es erst recht beim Handel mit echtem Geld nicht, das dort als zusätzliches Handicap noch Emotionen wie Angst und Gier ins Spiel kommen, welche gemeinhin als größte Feinde des Daytraders gelten.

(relevant Redaktion)

Home
Politik
Chronik
Wirtschaft
Sport
Kultur
Society
Life
Reise
Motor
Hightech