Die neunte Auflage des Kammermusik-Festivals "Musik im Riesen" vom 11. bis zum 16. Mai in den Swarovski Kristallwelten im Tiroler Wattens steht ganz im Zeichen der Musik Johann Sebastian Bachs und der Kompositionen für das Violoncello vom Barock bis zur Jetztzeit.
Unter anderem wird die Geigerin Viktoria Mullova auf der Violine mit Bach-Musik für Hörgenuss sorgen und der amerikanische Pianist Louis Lortie auf dem Klavier das Capriccio über die Abreise des geliebten Bruders aus den Werken des deutschen Weltmusikers darbieten, kündigte Festival-Leiter Thomas Larcher am Donnerstagabend vor Journalisten in Wattens an.
"Johann Sebastian Bach und das Violoncello sind zwei Fäden, die auch zusammengehören. Schließlich war Bach der erste Komponist, der große Konzerte für das Cello geschrieben hat", meinte Larcher, selbst erfolgreicher Pianist und Komponist. Neben Bach und dem Violoncello, dem "Hauptinstrument des acht Konzerte umfassenden Festivals", setze man laut Larcher heuer zudem auf das Miteinander von Klassik, Jazz- und internationaler Volksmusik. Das Projekt "The Peasant Girl" mit Viktoria Mullova, ihrem Mann, dem Cellisten Matthew Barley und drei weiteren Musikern sei "im Grenzbereich" dieser drei Musikrichtungen angesiedelt. "The Peasant Girl" biete unter anderem Melodien von Bela Bartok, Musik der Sinti und Roma sowie Jazzstücke von Joe Zawinul und John Lewis.
Ein Konzert des "Tokyo String Quartets", für Larcher eines der "weltweit bedeutendsten Streichquartette", soll für ein weiteres Highlight bei "Musik im Riesen" sorgen. Das "Emerson String Quartet" soll wiederum am 16. Mai mit Beethovens letztem Streichquartett den krönenden Abschluss des Festivals bilden.
"Musik im Riesen" dokumentiere, dass eine Firma "mehr ist als Zahlen und Produktivität", meinte der Festival-Leiter. "Eine Firma ohne Kultur ist eine arme Firma. Und die Kristallwelten sind mehr, als man in nackten Zahlen ausdrücken kann", ergänzte Larcher. Generell sehe er in Zeiten des Sparens noch schwierigere Zeiten auf förderungswürdige Kunst und Kultur zukommen, als es ohnehin immer der Fall sei, erklärte der Komponist im APA-Gespräch.
(APA)

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