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Supertramp im Rahmen ihrer Jubiläumstour in Wien

09.09.2010 - 17:09
Rick Davies gab sein Bestes© APA (H. Pfarrhofer)Rick Davies gab sein Bestes

Zwei Parteien tragen dieser Tage die größten 70er-Hits von Supertramp durch die europäischen Konzerthallen: Ex-Sänger Roger Hodgson, der im Juni am Donauinselfest auftrat, und eine Truppe namens Supertramp rund um das zweite Band-Mastermind Rick Davies. Am Mittwochabend trafen Zweitere bei ihrer "Jubiläumstour" zum 40-jährigen Bestehen in der Wiener Stadthalle auf ein nachsichtiges Publikum.

Supertramp warteten mit einer kraftlosen Tour auf: Hits wie "Dreamer", "Cannonball" oder "Long Way Home" sind einfach nicht umzubringen. Man kann nicht behaupten, dass die Fans nicht gewarnt gewesen wären: Hodgson, Sänger der bekannteren Nummern wie "Breakfast in America" oder "Give a Little Bit", ist seit 1983 nicht mehr dabei, und erst vor acht Jahren gastierte Supertramp mit Originalmitgliedern in der Minderzahl in Wien. Dass sich die Stadthalle bei sehr hohen Kartenpreisen dennoch gut füllen ließ, mag ebenso erstaunlich sein, wie die Tatsache, dass gerade die größten Hits zum Bandjubiläum wie billige Coverversionen klingen.

Doch dann gibt es da ja schließlich noch jene heimlichen, dunkleren Favoriten - von "Cannonball" bis zu "From Now On" - in denen immer schon Rick Davies die Hauptrolle spielte. An Klavier und Mikro erweist sich der heute 66-Jährige immer noch als Vollblut-Livemusiker, dem man das eine oder andere Ungleichgewicht gerne nachsieht. Die zentrale Position auf der völlig unspektakulär inszenierten Bühne überließ er allerdings Multi-Bläser John Helliwell, der die spartanische Stimmungsmache auf Ansagen wie "Wiener Schnitzel ist wirklich lecker, aber ich ziehe mein 'Breakfast in America' vor" beschränkte.

Wissend, dass sie enttäuscht werden, nahmen die bunt durchgemischten Fans fröhlich und dankbar, was sie kriegen konnten. Das weiß auch Roger Hodgson und hatte vor dem Ausgang der Stadthalle Flyer-Verteiler postiert. "Dreamer" mit seiner Originalstimme könne man sich gratis downloaden, heißt es darauf. Skurril.

(APA)

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