Seit beinahe zehn Jahren jammen Herbert Könighofer, Robert Kainer und Klaus Kirchner alias gemeinsam als K3 auf den Bühnen Österreichs. Das aktuelle Album "Bingo" der als "enfants terribles" der österreichischen Jazzszene geltenden Musiker lässt eindrucksvoll Jazz mit Popelementen zu einem harmonischen Ganzen verschmelzen.
Mit seiner vierten Platte bewegt sich das Salzburger Trio auf einem schmalen Grad zwischen Pop und freiem Jazz. Der feine Sound, der zwischen Dub, Jazz, Noise, Drum'n'Bass schwankt, widersetzt sich den musikalischen Konventionen und kreiert eine Art künstlerischen Freiraum. "Wir erheben auf keinen Fall Anspruch auf Perfektionismus, das ist eigentlich etwas, was wir gänzlich ablehnen. Obwohl Jazz teilweise auch 'streng' sein kann, ist das bei uns nicht so - uns geht es um den Moment, um das, was auf der Bühne passiert", erzählt Drummer Robert Kainer im Interview mit der APA.
Eine große Portion Improvisation, mindestens genauso viel Spaß und Spontanität sind die Hauptbestandteile der Lieder der Band. "Improvisation hat einen hohen Stellenwert bei uns. Obwohl wir einen hohen Popcharakter haben, ist uns unser musikalischer Freiraum sehr wichtig", so Bassist Klaus Kirchner. Dies merkt man nicht nur bei den außergewöhnlichen Akustik-Konzerten der sympathischen Musiker, sondern auch auf den zwölf Tracks der neuen CD. "Ihr wollt dass ich schön spiele" kann beispielsweise einen gewissen zynischen Seitenhieb auf die kommerziellen, gecasteten Popbands, die wie Pilze aus dem Boden schießen, nicht leugnen. "Wir erfinden uns im Gegensatz zu vielen anderen Bands immer wieder neu. Wir machen es anders", betont Saxophonist Herbert Könighofer die Vorzüge von K3.
INFO: K3, "Bingo", Sowiesound, SWS200CD.
(APA)

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