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Maribor startet mit Lichtspiel als Kulturhauptstadt

15.01.2012 - 12:10
Licht im Vordergrund bei den Eröffnungsfeiern© APA (epa)Licht im Vordergrund bei den Eröffnungsfeiern

Die zweitgrößte slowenische Stadt Maribor ist am Wochenende offiziell zur Europäischen Kulturhauptstadt 2012 "aufgeleuchtet". Das Licht war der rote Faden der Eröffnungsfeier am Samstagabend in der Marburger Innenstadt. Eine bunte Mischung aus Poesie, Rock, Oper und Folklore, mit Lichtspielen und Filmaufnahmen im Hintergrund hieß das bisher größte Kulturprojekt der Stadt und des Landes willkommen.

Maribor und seine fünf Partnerstädte werden heuer über 400 Projekte und einige tausend Events veranstalten. Zentrale Figur der Eröffnungszeremonie war ein Bub mit einer Laterne, der das Licht symbolisch für Kultur und Vision in die Partnerstädte Murska Sobota, Novo mesto, Ptuj, Slovenj Gradec und Velenje brachte. In Maribor angekommen, hat der Bub bei der Eröffnungsfeier eine große Discokugel erleuchtet, deren tausenderlei Reflexionen für alle mitwirkende Künstler stehen sollen.

Nach der Feier, an der auch der slowenische Staatspräsident Danilo Türk und die EU-Kulturkommissarin Androulla Vassiliou teilnahmen, war noch ein Rockkonzert der slowenischen Band "Dan D" zu erleben.

Das Licht stand auch schon früher am Samstag im Mittelpunkt: Mit einer Lichtinstallation wurde die einstige mittelalterliche Stadtmauer wieder ins Leben gerufen. Aus der Installation, ursprünglich als eine aus Laser errichtete Lichtmauer geplant, wurde schlussendlich aber nur eine improvisierte Version. Der Grund dafür sind finanzielle Probleme, die der ständige Begleiter der Kulturhauptstadt Maribor sind.

Eingeleitet wurde die Kulturhauptstadt bereits am Freitag mit der Eröffnung des Projekts der Kulturbotschaften, in dessen Rahmen 22 Länder, auch Österreich, das Kulturprojekt mitgestalten werden. Abgeschlossen wird das Eröffnungswochenende am Sonntag mit der Neuaufführung eines der wichtigsten slowenischen Opernwerke, nämlich "Schwarze Masken" ("Crne maske") des Schönberg- und Schreker-Schülers Marij Kogoj. Bei der Oper haben die Opernhäuser aus Maribor und Ljubljana ihre Kräfte vereint.

(APA)

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