Die Besucherzahlen in den Bundesmuseen sind im vergangenen Jahr teils deutlich hinter dem Vorjahr zurückgeblieben. Wie eine APA-Rundfrage ergab, mussten einige Häuser große Einbußen verschmerzen. Über Rekordjahre freut man sich dagegen in der Österreichischen Nationalbibliothek sowie im Naturhistorischen Museum. Das Belvedere und die Albertina geben ihre Zahlen erst bekannt.
Im Kunsthistorischen Museum mit seinen Standorten am Ring, der Neuen Burg, dem Theater- und Völkerkundemuseum sowie Wagenburg und Schloss Ambras wurden heuer insgesamt 1.128.754 Besucher gezählt, das sind 5,47 Prozent weniger als 2010 (1.194.101). Das im Sommer drei Monate wegen Umbau geschlossene mumok wurde 2011 von 148.219 Gästen besucht, im Vergleich zum Vorjahr (237.528) sind das 37,6 Prozent weniger. Und auch das MAK büßte gegenüber 2010 insgesamt 18 Prozent der Besucher ein (2011: 156.212, 2010: 190.625).
Über ein Rekordjahr freut man sich dagegen in der Österreichischen Nationalbibliothek: In den musealen Bereichen verzeichnete man 241.355 Besucher, was einen Zuwachs von 7,1 Prozent bedeutet (2010: 225.295), rechnet man die Lesesäle dazu, konnte das Haus 2011 insgesamt 516.042 Gäste empfangen. Beliebtestes Ziel ist allerdings der barocke Prunksaal am Josefsplatz, der im Vorjahr 169.551 Mal besucht wurde (plus 8,6 Prozent).
Auch das Naturhistorische Museum, das schon 2010 Rekordzahlen gefeiert hatte, konnte sich noch einmal um 4,6 Prozent steigern und winkte im Vorjahr 552.997 Gäste durch seine Pforten (2010: 527.744). Im Technischen Museum wurden im vergangenen Jahr mit 295.734 Besuchern um 9,6 Prozent weniger gezählt als 2010 (327.401).
(APA)

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