Der hochdotierte Literaturpreis der Woursell-Stiftung geht an den thailändisch-amerikanischen Schriftsteller Rattawut Lapcharoensap. Die Verleihung findet am 25. Jänner am Campus Altes AKH der Universität Wien statt, deren philologisch-kulturwissenschaftliche Fakultät den Preis vergibt. Der Woursell-Preis ist mit 50.000 Dollar (39.314 Euro) pro Jahr auf mindestens drei Jahre dotiert.
Rattawut Lapcharoensap, Jahrgang 1979, wurde für seine Kurzgeschichtensammlung "Sightseeing" bereits mehrfach ausgezeichnet. "Seine Erzählungen bieten Einblicke in fremde Kulturen, ohne auf exotische Stereotypen zurückzugreifen, und zeigen das von Touristen überflutete Thailand aus der Perspektive der dort ansässigen lokalen Bevölkerung. Er bedient sich eines fast minimalistischen, oft cinematischen Stils und erzielt seine Effekte mit subtilen und sparsamen Mitteln", heißt es in einer Aussendung der Universität. Im Moment arbeitet er an seinem ersten Roman.
Der Woursell-Preis soll jungen Literaten die Möglichkeit geben, in finanzieller Unabhängigkeit ihre Karriere zu verfolgen. Abraham Woursell beauftragte die Uni Wien in seinem Testament mit der Vergabe der Auszeichnung aus den dem Vermögen der Woursell-Stiftung. Die Preisträger kommen aus verschiedenen Kulturkreisen, bisher wurden etwa Robert Schneider, Ted Hughes, N. H. Pritchard oder Jean-Yves Masson ausgezeichnet.
(APA)

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