Quelle: ZAMG

Interviews

Erika Pieler neue Chefin des Bundesdenkmalamts

28.11.2018 - 14:32
Kulturminister Blümel mit Erika Pieler© APA (BKA)Kulturminister Blümel mit Erika Pieler

Erika Pieler, Richterin für Denkmalschutz am Bundesverwaltungsgericht, wird per 1. Jänner 2019 neue Chefin des Bundesdenkmalamts (BDA). Dies gab Kulturminister Gernot Blümel (ÖVP) bekannt. Pieler folgt Barbara Neubauer an der Spitze der Denkmalschutzbehörde nach, deren Vertrag mit Ende Juli ausgelaufen war. Pieler obliegt nun nicht zuletzt die Umsetzung der Reform des Bundesdenkmalamts.

So war die Behörde im Zuge eines Rechnungshofberichts massiv kritisiert worden, während ein "kleiner Untersuchungsausschuss" im Parlament grobe personelle und strukturelle Missstände und finanzielle Misswirtschaft ortete. Im Regierungsprogramm ist davon die Rede, das BDA neu aufzustellen und in Richtung stärkerer Serviceorientierung zu reorganisieren.

Pielers Vertrag läuft dabei zunächst über fünf Jahre. Sie ist derzeit eine von drei Richtern, die am Bundesverwaltungsgericht für Denkmalfragen zuständig sind. Pieler trat ihre Stelle 2014 an, nachdem sie zuvor jahrelang im Bildungsministerium für Angelegenheiten des Kulturgüterschutzes oder etwa die Ausfuhr von Kulturgut zuständig war.

Kulturminister Blümel freute sich, "dass mit Frau Doktor Pieler eine ausgewiesene Expertin mit umfangreicher Erfahrung und Begeisterung für den Denkmalschutz die Leitung des Bundesdenkmalamts übernehmen wird." Sie habe sich "in einem Wettbewerb der besten Ideen klar durchgesetzt, ihre Bewerbung überzeugte durch hervorragende fachliche Eignung gepaart mit dem besten Konzept."

Die Bestellungskommission habe sich klar für Pieler ausgesprochen, so Blümel in einer Aussendung: "Wir sind überzeugt, dass sich das BDA unter der Führung von Erika Pieler in die richtige Richtung weiterentwickeln wird: hin zu mehr Serviceorientierung und einem schärferen Aufgabenprofil. (...) Das Bundesdenkmalamt ist eine der wichtigsten Institutionen zum Schutz unseres kulturellen Erbes, die nun mit neuem Schwung an die Bedürfnisse des 21. Jahrhunderts angepasst werden muss."

"Die unterschiedlichsten Aspekte des Denkmalschutzes begleiten mich schon viele Jahre, angefangen von meiner Tätigkeit als klassische Archäologin bis hin zum Bundesverwaltungsgericht. Nun freue ich mich, dass ich mich als Leiterin des Bundesdenkmalamtes dem Thema in seinem vollen Umfang widmen kann", wurde die neue Denkmalamtschefin zitiert. "Mir ist wichtig, diese Behörde für die Herausforderungen der heutigen Zeit fit zu machen und zu einer serviceorientierten, partnerschaftlich agierenden Einrichtung weiterzuentwickeln: Einheitlichkeit der Vollziehung, Qualitätsmanagement innerhalb der Behörde und eine positive Wahrnehmung des Denkmalschutzes in der Öffentlichkeit sind wesentliche Ziele meiner künftigen Tätigkeit."

Von ihrer Vorgängerin wird Pieler mit herzlichen Worten begrüßt. "Mit ihr ist das Bundesdenkmalamt in guten Händen", sagte Neubauer im Gespräch mit der APA. Neubauer leitete das BDA von 2008 bis 1. August 2018. Mit der künftigen neuen Präsidentin habe sie in der Vergangenheit fachlich immer wieder guten Kontakt gehabt, sagte Neubauer.

Pieler bringe Erfahrung im Umgang mit dem Denkmalschutz und dem Bundesdenkmalamt mit. "Es ist gut, wenn jemand den Job macht, der weiß, wovon er spricht", so Neubauer. Auch SPÖ-Kultursprecher Thomas Drozda begrüßte in einer Aussendung die Besetzung der Leitung des Bundesdenkmalamtes.

(APA)

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