Quelle: ZAMG

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Tanzquartier Wien setzt 2018/19 auf Glück

13.09.2018 - 11:26
Bettina Kogler blickt zufrieden auf erste Saison zurück© APA (tqw/Elsa Okazaki)Bettina Kogler blickt zufrieden auf erste Saison zurück

Auf die Suche nach dem Glück begibt sich das Tanzquartier Wien (TQW) in seinem Herbstprogramm. Ein zweiter Programm-Schwerpunkt werde auf die Untersuchung der Grammatik der Bühne gelegt, hieß es am Donnerstag bei der Saison-Pressekonferenz, bei der Bettina Kogler auch zufrieden auf die mit Jahresbeginn gestartete erste Saison ihrer Intendanz zurückblickte.

Geschäftsführerin Ulrike Heider-Lintschinger stellte die Zahlen vor: Die erste (halbe) Spielzeit von Intendantin Kogler bilanziert inklusive dem Jahresprojekt "Negotiations" in der Neustiftgasse mit 30 Produktionen und 232 Vorstellungen von 25. Jänner bis Ende Juni 2018 und einer Gesamtauslastung bei den Performance-Vorstellungen von 92,7 Prozent. Die Angebote des Hauses wurden insgesamt von 24.617 Besuchern wahrgenommen.

Gleich zwei Saisoneröffnungen gibt es Anfang Oktober. "Antarktika" ist ein Symposium über Entfremdung, von 4. bis 6. Oktober gemeinsam mit der Kunsthalle Wien veranstaltet und laut Kunsthallen-Dramaturgin Vanessa Joan Müller ein Vorgriff auf eine Kunsthallen-Ausstellung, die ab 26. Oktober stattfinden wird. Begleitend dazu findet am 4. und 5. Oktober eine Performance unter dem Titel "Consul und Meshie" statt: Menschen spielen Affen, die Menschen spielen... Zweiter Auftakt ist von 11. bis 13. Oktober die Performance "Danza y Frontera" von Amanda Pina, die auf einem Tanz basiert, der an der Grenze zwischen USA und Mexiko entstanden ist. Am 19. und 20. Oktober zeigt Elio Gervasi seine Gruppenchoreografie "two steps back".

Das TQW, das sich laut Selbstdarstellung "als ein kreativer Ort für neue Geschichten und für eine 'bessere' Zukunft" versteht, widmet sich in der Folge zwei Herbst-Schwerpunkten: "Happiness" steht für die Beschäftigung mit Fragen von unterschiedlichem Glücksempfinden und -versprechen durch Künstler wie Linda Samaraweerova ("The Endless Island of Absence") oder Ana Borralho und Joao Galante ("Trigger of Happiness"), erklärte Programm-Verantwortliche Christa Spatt. Im Schwerpunkt "Grammar of Stage" beschäftigt man sich mit formalen Fragen und untersucht mit zwei Performances von Willi Dorner, aber auch mit Arbeiten von Meg Stuart und Tim Etchells die Bühne als Ort von Konstruktion und Dekonstruktion.

Ein neues, offenes Format soll TQW Explore darstellen, bei dem die Grenzen zwischen Training und Performance, Theorie und Praxis aufgehoben werden. 2019 schließlich bringt u.a. die erste Zusammenarbeit von Ian Kaler mit dem schwedischen Cullbergbaletten und die Wiederaufnahme von Doris Uhlichs Publikumshit "Every Body Electric".

www.tqw.at

(APA)

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