Quelle: ZAMG

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"Durchs Schlüsselloch: Geschichte erzählt" in Artstetten

31.03.2018 - 16:36
Im Schloss Artstetten wird Geschichte lebendig© APA (dpa/Archiv)Im Schloss Artstetten wird Geschichte lebendig

Mit einer neuen Dauerpräsentation startet Schloss Artstetten in die Saison 2018: "Durchs Schlüsselloch: Geschichte erzählt" ist ab Ostersonntag zu besichtigen. Als Jahresausstellung wird "Auf den Spuren Franz Ferdinand d'Este" in tschechischer und deutscher Sprache gezeigt.

Warum blieb das Auto des Thronfolgers Franz Ferdinand in Sarajevo genau zweieinhalb Meter vor dem Attentäter stehen? Warum ist der Name Hohenberg am Anfang und am Ende der Monarchie zu finden? Was passierte mit den drei Waisen? Dies sind nur einige der Fragen, die in der neuen Schau gestellt und beantwortet werden.

"Die Geschichte Österreichs lebendig und menschlich zu zeigen, ist Anlass zur Neugestaltung", wird in einer Aussendung des Erzherzog-Franz-Ferdinand-Museums betont. Schloss Artstetten soll nicht nur als Gedenkstätte des Thronfolgers, sondern auch als Haus voller Leben und als Zentrum für Frieden präsentiert werden.

Eine mobile Ausstellungs-Applikation soll jedem Besucher ermöglichen, "seine" Ausstellung immer wieder zu besuchen. Begleitend dazu werden im Rahmen des EU-Projektes "Networld" kostenlos friedenspädagogische Workshops für Jugendliche angeboten. Die Entwicklung des Konzepts und die Schulung der durchführenden Kulturvermittler erfolgte in Zusammenarbeit mit dem Österreichischen Studienzentrum für Frieden und Konfliktlösung in Stadtschlaining. Das EU-Projekt "Networld - Networking in Preserving the First World War Multicultural Heritage in the Danube Countries" setzt sich zum Ziel, das baukulturelle Erbe des Ersten Weltkrieges im Donauraum zu erfassen und zu sichern.

20 Kilometer von Gmünd entfernt liegt die tschechische Stadt Chlum, in der Erzherzog Franz Ferdinand einst das kleine Schloss Chlumetz besaß, von dem aus er 1914 nach Sarajevo aufbrach. Im Gedenkjahr 2014 gestaltete der tschechische Künstler Paul Franz Zaigla gemeinsam mit dem Historiker Vaclav Rames und dem Chlumer Bürgermeister Jiri Hajek in Schloss Chlum eine bilinguale Ausstellung rund um Franz Ferdinand. Diese wurde nun - speziell für Besucher aus der Tschechischen Republik - als Dauerleihgabe zur Verfügung gestellt und ist als Jahresausstellung 2018 zu sehen.

Das hoch über der Donau bei Melk gelegene Schloss Artstetten, einstige kaiserliche Sommerresidenz, wurde zur letzten Ruhestätte des ermordeten Thronfolgepaares. Das Museum in dem im 13. Jahrhundert erstmals urkundlich erwähnten Gebäude wurde 1982 eingerichtet.

(APA)

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