Quelle: ZAMG

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Sabine Haag wird Chefin der UNESCO-Kommission

13.12.2017 - 08:35
Haag tritt ihr neues Amt mit 17. Februar an© APAHaag tritt ihr neues Amt mit 17. Februar an

Sabine Haag, Generaldirektorin des Kunsthistorischen Museums, wird zusätzlich neue Präsidentin der österreichischen UNESCO-Kommission. Die 55-jährige Kunsthistorikerin wurde am Dienstagabend von der Mitgliederversammlung zur Nachfolgerin von Eva Nowotny bestimmt, die der Organisation seit neun Jahren vorstand. Haag tritt ihr neues Amt mit 17. Februar an.

"Der Verfall oder der Untergang jedes einzelnen Bestandteils unseres Kultur- und Naturerbes stellt eine beklagenswerte Schmälerung des Erbes aller Menschen dieser Welt dar", stellte Haag in einem ersten Statement nach ihrer Wahl klar: "Baudenkmäler, Naturlandschaften und kulturelle Traditionen brauchen daher weltweit Unterstützung, Pflege und Schutz, um sie an zukünftige Generationen weiterzugeben."

Die österreichische UNESCO-Kommission wurde 1949 als nationale Verbindungsstelle der UNESCO eingerichtet. Zu ihren Aufgaben gehört unter anderem die Beratung der Regierung und anderer Institutionen. Eine positive Bilanz ihrer Amtszeit zog nun Eva Nowotny: "Die Leitung der österreichischen UNESCO-Kommission ist eine sehr ehrenvolle und auch verantwortungsvolle Aufgabe, die ich mit großer Freude übernommen und mit großem Einsatz in den letzten Jahren wahrgenommen habe." Zugleich sei für sie nun klar gewesen: "Nach neun Jahren ist es an der Zeit, die Stafette weiterzureichen."

Gratulationen zur Wahl kamen von SPÖ-Bildungsministerin Sonja Hammerschmid und Kulturminister Thomas Drozda (SPÖ), die Haag für den Posten vorgeschlagen hatten. "Es freut mich, dass die Leitung der Kommission weiterhin in Frauenhand bleibt, und ich bin davon überzeugt, dass Sabine Haag eine ausgezeichnete Wahl für diese Funktion darstellt", unterstrich Hammerschmid. Auch Drozda hob den Genderaspekt der Neubestellung hervor: "Eine erfahrene Frau geht, und eine erfahrene Frau kommt. Mit Sabine Haag übernimmt eine ausgewiesene Expertin diese wichtige Funktion. Ihr Erfahrungsschatz wird Österreich zu einer starken Stimme von Kunst und Kultur innerhalb der UNESCO machen."

(APA)

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