Quelle: ZAMG

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KHM zeigt römische Wandmalerei aus Enns

20.11.2017 - 14:02
KHM setzt Kooperation mit Bundesdenkmalamt fort© APAKHM setzt Kooperation mit Bundesdenkmalamt fort

Unter dem Titel "Das Haus der Medusa. Römische Wandmalerei aus Enns" setzt das Kunsthistorische Museum (KHM) seine Kooperation "Fokus Denkmal" mit dem Bundesdenkmalamt (BDA) fort. In der am morgigen Dienstag startenden Schau finden sich im Jahr 2000 bei Bauarbeiten entdeckte Wandmalereifragmente aus dem 3. Jahrhundert nach Christi.

Dabei handelt es sich laut Presseunterlagen um den "bislang wohl umfangreichsten und bedeutendsten Fund an provinzialrömischer Wandmalerei in Österreich". Zutage getreten sind die Funde im Zuge eines Parkplatzbaues in Lorch bei Enns (OÖ), eine durchgeführte archäologische Notgrabung brachte die Fragmente ans Licht. Die nun gezeigten Malereien waren Teil einer gewölbten Decke mit dazugehörigen Wanddekorationen.

Bisher seien kaum Malereikomplexe bekannt, die mehrere Räume umfassten, wie es in Enns der Fall war. Insgesamt wurden vier übereinander liegende Putzschichten aus unterschiedlichen Ausstattungsphasen entdeckt. Der Erhaltungszustand wird als außergewöhnlich gut bezeichnet. Die hohe künstlerische Qualität der malerischen Ausstattung des Hauses lasse die direkten Verbindungen der antiken Menschen an der Donau bis nach Rom lebendig werden. Enns, das antike Lauriacum, galt als eine bedeutende Stadt der Kaiserzeit.

2012 begann schließlich in einer Zusammenarbeit zwischen den Fachbereichen Archäologie und Konservierung-Restaurierung des BDA die Bearbeitung des Fundkomplexes, die nun in der Ausstellung im KHM mündet. Eine besondere Herausforderung stellte aufgrund der Fülle an Fundstücken die Wiederzusammenführung der Fragmente dar, wie es heißt.

In der Ausstellung widmet man sich nun mithilfe der konservierten und restaurierten Fragmente den unterschiedlichen Phasen der Wand- und Deckenmalereien des Hauses, darüber hinaus wird die antike Werktechnik vorgestellt.

(APA)

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