Quelle: ZAMG

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"Lange Nacht der Museen": Kulturgenuss ganz analog

18.09.2017 - 13:40
Zahlreiche Besucher werden wieder die Museen stürmen© APAZahlreiche Besucher werden wieder die Museen stürmen

Am 7. Oktober haben kulturell interessierte Nachtschwärmer zum 18. Mal die Möglichkeit sich auszutoben: Im Zuge der "Langen Nacht der Museen" bleiben 670 Kulturinstitutionen in Österreich, Deutschland, Slowenien, Liechtenstein und der Schweiz bis 1 Uhr nachts geöffnet und sind alle mit einem einzigen Ticket zu besichtigen.

Die "Lange Nacht der Museen" sei ein "Gegenmodell zum digitalen Zeitalter", sagte ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz am Montag. Er wolle mit dem Kulturevent vor allem auch dem jungen Publikum den realen Kunstgenuss näherbringen. Dementsprechend bieten 264 Museen ein kindgerechtes Zusatzprogramm, der Eintritt für Kinder bis zu zwölf Jahren ist frei. Reguläre Tickets kosten 15 Euro und gelten von 17.30 bis 1.30 Uhr früh als Fahrschein für Shuttlebusse zwischen den einzelnen Veranstaltungsorten und die öffentlichen Verkehrsmittel in Wien.

Allein 64 Museen in Wien bieten den jüngeren Besuchern ein besonderes Programm: Im Bäckermuseum gibt es beispielsweise die Möglichkeit, sich in der Backstube selbst an Handsemmeln und Marzipanrosen zu versuchen, während im Architekturzentrum in parlamentarischer Form städtebauliche Entscheidungen getroffen und umgesetzt werden. Neben diversen Ausstellungen im mumok und im Leopold Museum locken außerdem das ImPulsTanz-Festival und der Radio-Wien_DJ ins Museumsquartier.

Als Sujet des Events dient heuer Cellinis Saliera, die im Kunsthistorischen Museum neben unzähligen weiteren Kostbarkeiten aus der Gemäldegalerie, der Kunstkammer, der Antiken- und Orientalischen Sammlung und dem Münzkabinett zu bewundern ist. Zu den Kuriosa zählt die interaktive Führung durch das Krankenpflegemuseum, wo dem Besucher in einem "Programm für alle Sinne", so Direktorin Maria Lukas, der Transformationsprozess der Pflege, an dem sich auch demografische Entwicklungen abzeichneten, nähergebracht werde.

In Wien dient der Maria-Theresien-Platz als "Treffpunkt Museum", den es in jeder Landeshauptstadt (Ausnahme: Vorarlberg, dort ist es Dornbirn) gibt: Hier sind Tickets, Booklets zum Programmangebot und Informationen zu den Fuß- und Busrouten erhältlich.

(APA)

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