Quelle: ZAMG

Interviews

Die Rolling Stones rockten vor 95.000 Fans in Spielberg

16.09.2017 - 23:17
Stones-Frontmann Mick Jagger beim Konzert in Spielberg© APAStones-Frontmann Mick Jagger beim Konzert in Spielberg

Die größte Rockband der Welt ist am Samstag in Spielberg diesem Ruf gerecht geworden: Die Rolling Stones begeisterten rund 95.000 Fans mit einer geschlossen guten Teamleistung und einem musikalischen Mix von R'n'B, Blues, Rock bis zu Disco.

Das Gelände war riesig, ebenso die Videowall, aber die Musik das eigentliche Spektakel: ob eine von Gitarren befeuerte Version von "Sympathie For The Devil", alte Blues-Nummern, das geisterhafte "Paint It Black" oder ein grelles "Miss You". Wobei die Arrangements "knackig" gehalten wurden. Zum Abschluss krönten eine brodelnde, bedrohliche Version von "Gimme Shelter" und ein entfesseltes "Jumpin' Jack Flash" die Show.

Mick Jagger, immer wieder auf Deutsch ansagend, tänzelt mit 74 unentwegt und hat kein bisschen seiner Stimme eingebüßt. Keith Richards sprintete zwar nur einmal über den ins Publikum ragenden Steg, lieferte mit Ron Wood allerdings das, was man von ihnen erwartet - einen beißenden Gitarrensound. Wie die beiden durch "Midnight Rambler" fetzten, war allein die Reise in die Steiermark wert. "Osterreich is großartig", raunte Jagger am Ende von "Honky Tonk Woman". Die Rolling Stones sind das sowieso. "Bis bald" stand am Ende auf der Videowand - man glaubt das gerne.

Waren am frühen Nachmittag noch heftige Schauer niedergegangen, stellte sich rechtzeitig zum Massenandrang auf das Konzertgelände am Abend trockenes Wetter ein. Sogar die Sonne lachte etwas über dem matschigen Terrain, das man am besten mit Gummistiefeln betrat.

Das musikalische Programm startete planmäßig - mit einer Andacht. John Lee Hooker Jr., der nach eigenen Angaben zweimal angeschossen und einmal niedergestochen wurde, dann den Drogen entsagte und nach einem Gefängnisaufenthalt zu Gott fand, predigte von der Bühne das Wort Gottes zu akustischem Blues.

So richtig angeheizt wurde die Stimmung dann von Kaleo. Der Frontman der isländischen Formation, Jökull Juliusson, kam im Steirerjanker auf die Bühne und spielte mit seinen Kollegen gediegenen Bluesrock der alten Schule. Es war alles angerichtet für die Rolling Stones.

(APA)

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