Quelle: ZAMG

Interviews

Kulturherbst mit viel Kabarett - auch Roland Düringer

28.08.2017 - 13:25
Düringer - erst am Stimmzettel, dann auf der Bühne© APADüringer - erst am Stimmzettel, dann auf der Bühne

Herbstzeit ist Wahlzeit, besonders für Roland Düringer, der nicht nur auf der Kabarettbühne, sondern auch am Stimmzettel zur Nationalratswahl steht. Neben ihm stehen aber im kommenden Jahresenddrittel auch zahlreiche weitere Kleinkünstler mit ihren neuen Programmen zur Wahl. Eine Auswahl:

Den schon traditionellen Auftakt in den Kabarettherbst macht am 31. August "Die lange Nacht des Kabaretts" im Wiener Kabarett Niedermair, heuer mit dem Humorquartett Isabell Panagl, David Scheid, Christoph Fritz und Jimmy Schlager. Alltagsphilosoph Günter Paal alias Gunkl reflektiert im Wiener Stadtsaal ab 12. September über "Zwischen Ist und Soll - Menschsein halt". Das privat wie beruflich liierte Komikerpaar (Monica) Weinzettl & (Gerold) Rudle bekennt ab 14. September im Wiener CasaNova Farbe mit seiner neuesten Kooperation "Drama-Queen & Couch-Potato".

Der Wahl-Burgenländer Josef Burger lüftet am 19. September in der Wiener Kulisse "Das Geheimnis meines Misserfolgs", und auch die selbst ernannte Rampensau Clemens Maria Schreiner hat anscheinend viel mit sich zu hadern, nachdem er am 26. September im Grazer Theatercafe seinen Neuling "Immer Ich" präsentiert. Inszeniert wird dieses "fröhliche Narzissenfest im Egoland" von Leo Lukas, der am 14. September gemeinsam mit Simon Pichler im Niedermair "FREMDE (teeren &) FEDERN" erstmals in Wien zeigt. "WORDaholic" und Schüttelreimer Ludwig Müller liefert ab 28. September ebendort Fallbeispiele des täglichen Irrsinns in seinem neuen Bühnenprogramm "Absolute Weltklapse - Eine Einweisung". "Warum landen Asteroiden immer in Kratern" und anderen wissenschaftlichen Kernfragen gehen Martin Puntigam, Molekularbiologe Helmut Jungwirth und Astronom Florian Freistetter als Science Busters am 10. Oktober im Linzer Posthof nach.

Im September beehren uns auch einige Humorkapazunder aus Deutschland: Schon ein Jahr lang ist Bruno Jonas mit "Nur mal angenommen..." unterwegs, am 2. September wird er im Stadtsaal Wien erstmals vorstellig. Ebendort kehren zum Monatsende die Herren Rebers und Evers ein. Andreas Rebers stellte mit "AMEN" den Abschluss seiner Trilogie des Glaubens bereits im Februar beim Salzburger MotzArt-Festival vor, am 29. September folgt die Wien-Premiere. Horst Evers hat einen sachdienlichen Hinweis zum Thema Beischlaf am 30. September anzubringen: "Der Kategorische Imperativ ist keine Stellung beim Sex". Weitere deutsche Gäste mit neuen Programmen im Oktober und November wären Urban Priol (13.10., Stadtsaal), Olaf Schubert (18.10., republic Salzburg), Oliver Pocher (28.10., SiMM City Wien), Rainald Grebe (17.11.; Stadtsaal) oder Stefan Waghubinger (28.11.; Niedermair).

Im Oktober zeigen die beiden Schlabarett-Kollegen Alfred Dorfer und Roland Düringer ihre Neuheiten. Dorfers Stücktitel "...und ..." lässt selbst mit viel Hingabe vorab keine klare Richtung erkennen. Das Innsbrucker Treibhaus darf am 1. Oktober die Österreichpremiere ausrichten, die Wiener Spielserie startet am 17. Oktober im Stadtsaal. Mit "Momentaufnahmen vom Aufbrechen und Ankommen" verspricht die Ankündigung "ein temporeiches und inhaltlich sehr komplexes Ein-Mann-Theater" der hochdekorierten Kabaretteminenz. Ex-Benzinbruder Düringer steht indes ein heißer Herbst bevor, findet sich sein Demokratieprojekt "GILT" doch auf dem Stimmzettel zur Nationalratswahl am 15. Oktober. Für ihn folgt ein Tag zum mutmaßlichen Er- oder Ausnüchtern, um dann am 17. Oktober im Linzer Posthof mit seinem neuen Wurf "Der Kanzler" gleich wieder zu demissionieren.

Severin Groebner - eigentlich ein Wiener, mittlerweile ein Frankfurter - besucht ab 5. Oktober das heimatliche Niedermair und verpackt schon in den Programmtitel ein kleines, feines Wortspiel: "Der Abendgang des Unterlands". Das Duo Hauptmann - ein Solist mit Musiker - beleuchtet ab 9. Oktober im Wiener Orpheum einmal nicht so sehr sein Leben als Lehrer, sondern als Vater. Mit Thomas Weissengruber als Bühnenpartner fragt sich Elke Winkens in ihrem dritten Bühnenprogramm ab 10. Oktober im CasaNova "Wie jetzt?" und beleuchtet dabei historische "Missverständnisse und andere Irrtümer" wie beispielsweise Partnerlook, Adam und Eva oder die Kastelruther Spatzen.

Der großartige Niki Lauda-/Heinz Prüller-/Frank Stronach-"Impersonator" Alex Kristan nimmt ein Glückskeks-Zitat zum Ausgangspunkt seines neuen Programms "Lebhaft - Rotzpipn forever" (ab 10. Oktober im Wiener Orpheum) und wird nicht nur, aber auch wieder etliche Alter Egos und Parodien zum Besten geben. Parodist-Kollege Gernot Kulis traut sich nach einer 27 Termine umfassenden Previewserie mit "Herkulis" am 12. Oktober endlich auf die Bühne des Globe Wien.

Die wohl spannendste November-Premiere gibt's am 15. im Rabenhof Theater zu sehen, wenn Peter Klien, "Willkommen Österreich"-Außenmitarbeiter ohne Genierer (Frage am Opernball an Goldie Hawn: "Will you tell everybody that we in Austria have great balls?"), sein viertes Solo "Reporter ohne Grenzen" präsentiert. Kliens erstes Lebenszeichen war übrigens das Erringen des "Goldenen Neulingsnagels" 2009. Der diesjährige Newcomer-Wettbewerb findet von 7. bis 11. November im Theater am Alsergrund statt.

Und die "Zukunft"? - Die gehört Thomas Maurer mit seinem gleichnamigen Programm im Stadtsaal Wien ab 14. Dezember. Zehn Tage vorm Heiligen Abend. "Was, schon wieder Weihnachten?" fragt sich dann ein jeder und auch Chris Lohner - in der Kulisse ab 27. November.

(APA)

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