Quelle: ZAMG

Interviews

Museum der Moderne Salzburg stellt Charlotte Moorman aus

03.03.2017 - 13:49
Die Ausstellung ist bis zum 18. Juni zu sehen© APA (Symbolbild)Die Ausstellung ist bis zum 18. Juni zu sehen

Das Museum der Moderne (MdM) Salzburg zeigt auf dem Mönchsberg als einziges Museum in Europa eine Ausstellung über das Werk und den Einfluss der amerikanischen Cellistin und Performance-Künstlerin Charlotte Moorman (1933 - 1991). Mit Videoprojektionen, Fotos, Plakaten und unterschiedlichen Gegenständen sollen die Künstlerin und die vielen Facetten ihres Schaffens erlebbar gemacht werden.

Die Ausstellung entstand in Zusammenarbeit mit dem Mary and Leigh Block Museum of Art der Northwestern University und den Northwestern University Libraries, die einen großen Teil von Moormans Werken in einem Archiv verwalten. Mit der Ausstellung "Ein Fest des Staunens" werden einige Teile des Archivs, das sich an der Northwestern University in Chicago befindet, zum ersten Mal gezeigt. "Wir haben es uns zur Aufgabe gemacht, mit der Ausstellung Moormans Rolle als Künstlerin neu zu zeigen. Sie ist nicht kategorisierbar, denn sie arbeitete multidimensional und wir haben zehn Jahre an dem Archiv gearbeitet, um eine sinnvolle Verbindung der Exponate zu schaffen", so Lisa G. Corrin, Direktorin des Block Museum of Art.

Charlotte Moorman genoss eine klassische Ausbildung zur Cellistin, ehe sie sich der experimentellen Musik zuwandte und dadurch auch begann, genreübergreifend zu arbeiten. In diesem Zuge kam es auch zur Zusammenarbeit mit anderen berühmten Avantgarde-Künstlern wie John Cage, Yoko Ono oder Joseph Beuys. Einige der gemeinsamen Arbeiten mit diesen Künstlern sind auch im Museum der Moderne zu sehen, wie beispielsweise die Performance "Cut Piece" mit Yoko Ono. Der Zusammenarbeit mit diesen Künstlern sind einzelne Bereiche der Ausstellung gewidmet. Den größten Bereich nimmt die Arbeit mit Nam June Paik ein, mit dem sie eine besonders intensive Zusammenarbeit pflegte. "Wichtig für ihre Pionierleistung als Frau ist auch, dass diese Zusammenarbeit stets gleichberechtigt war. Vermutlich war Charlotte Moorman zeitweise sogar bekannter als Paik", sagte MdM-Direktorin Sabine Breitwieser heute, Freitag, beim Presserundgang. 

Der Künstlerin war ein niederschwelliger Zugang ihrer Arbeit bereits zu Lebzeiten wichtig, warum das Kuratorium es als besonders wichtige Aufgabe empfand, die Ausstellung auch so zu konzipieren und zu vermitteln. Der zweite Teil der Ausstellung soll die Atmosphäre bei ihren Festivals zeigen, mit denen Mooreman ihre Arbeit einer breiten Öffentlichkeit zugänglich machen wollte. In der Ausstellung, die vom 4. März bis zum 18. Juni im Museum der Moderne gezeigt wird, erhofft sich das Kuratorium ähnliche Erfolge, wie sie schon in Chicago und New York erzielt werden konnten. 

(APA)

Home
Politik
Chronik
Wirtschaft
Sport
Kultur
Society
Life
Reise
Motor
Hightech