Quelle: ZAMG

Interviews

Klaus Wildbolz wird 75

24.08.2012 - 15:43
Wurde populär u.a. als Hoteldirektor in Orth© APA (Andreas Pessenlehner)Wurde populär u.a. als Hoteldirektor in Orth

Er war der Direktor des Schlosshotels Orth und regelmäßig auf dem Traumschiff unterwegs, spielte in Krimis ebenso wie in romantischen Liebesfilmen und bestritt erfolgreich Ausflüge ins Kino und zu den Salzburger Festspielen: Seine Vielseitigkeit hat Klaus Wildbolz zu einem populären Gesicht auf Bühnen und Bildschirmen werden lassen. Am 25. August feiert der Mime seinen 75. Geburtstag.

Wildbolz wurde 1937 in Wien geboren und entstammt einem alteingesessenen Geschlecht der Stadt Bern ab. Nach Besuch eines Gymnasiums in der Schweiz und der Handelsakademie in Wien erwarb er in der Schweiz das Handelsdiplom und absolvierte den Militärdienst bei der Schweizer Armee. Anschließend studierte er bis 1960 am Reinhardt-Seminar der Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Wien. Sein erstes Engagement erhielt der Mann mit der braun gebrannten Dandyanmutung am Stadttheater Luzern, es folgten Auftritte in Stuttgart, Düsseldorf und Berlin.

Von 1965 bis 1972 spielte Wildbolz am Theater in der Josefstadt, in der Saison 1973/74 im Theater an der Wien. Gastspiele führten den seither freischaffenden Schauspieler u.a. zu den Festspielen Recklinghausen, an das Renaissance-Theater Berlin und zu den Salzburger Festspielen. Seit Mitte der 1960er Jahre übernahm er auch immer mehr Aufgaben für das Fernsehen. Als Mitte der 70er Jahre ein Moderator für die ARD-Quiz-Show "Schnick-Schnack" gesucht wurde, wurde Wildbolz rasch einem breiten Publikum bekannt.

Populär wurde Wildbolz aber vor allem durch Rollen in Fernsehserien wie "Soko 5113", "Ringstraßenpalais", "Die Männer vom K3", "Die Schwarzwaldklinik", "Hotel Paradies" und "Der Bergdoktor". Er spielte Gastrollen in Krimiserien wie "Der Kommissar", "Der Alte" und "Derrick", 1996 agierte er in der Tatortfolge "Mein ist die Rache" unter der Regie von Houchang Allahyari mit Fritz Karl und Andrea Händler. Zu dieser Zeit begann auch bereits sein Erfolg als Direktor Wenzel Hofer in "Schlosshotel Orth" - nach rund 70 Auftritten gab er im Jahr 2000 aber seinen Ausstieg bekannt.

Mit über 60 entschied er sich damals, "beruflich wieder neue Wege zu gehen" und eine "persönliche Verwöhnphase" einzulegen. Wildbolz hatte bis dahin immer wieder Shows fürs Fernsehen moderiert, eine Langspielplatte herausgebracht, Vorträge an Universitäten gehalten sowie als Synchronsprecher seine Stimme eingesetzt. Im Kino war er außerdem im Spionagethriller "Vollmacht zum Mord" (1975) an der Seite von Ava Gardner und Timothy Dalton oder in VALIE EXPORTS Drama "Menschenfrauen" zu sehen gewesen.

Doch lange hielt die Pause nicht an: Seit 2004 ist er wieder regelmäßig im Fernsehen zu Gast, etwa am "Traumschiff" oder in Rosamunde-Pilcher-Verfilmungen. Einen schweren Schlag stellte 2008 der Krebstod seiner Frau Barbara dar, heute ist Wildbolz aber mit der Hamburgerin Nadine von Vöhren liiert. Privat engagiert er sich für Einrichtungen, die sich um Kinder in Not kümmern, und frönt gemeinsam mit seinem Zwillingsbruder Jost seiner Oldtimerleidenschaft. Zur Familie gehören noch zwei weitere Geschwister (Sandra und Hans-Jörg), Kinder hat Wildbolz keine.

INFO: http://klauswildbolz.npage.de

(APA)

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