Quelle: ZAMG

Interviews

War on Terror TM

07.12.2011 - 05:00
Die USA im rechtsstaatlichen Niemandsland© APA (MSgt Greg Kobashigawa/www.war-on-terror-tm.com)Die USA im rechtsstaatlichen Niemandsland

Nach den Ereignissen von 9/11 deklarierte die Bush-Regierung den "War on Terror". Der Spruch wurde zu ihrem Trademark (TM), die Folgen für einen Rechtsstaat wie die USA katastrophal. Der Umgang mit Gefangenen aber auch Orwell'sche Begriffskreationen wie "illegale Feindkämpfer" bilden die Grundlage für die Dokumentation des österreichischen Filmemachers Sebastian J.F.

Regisseur Sebastian J.F. versteht "War on Terror" als letzten Teil einer Trilogie, die mit "info wars" (2004) über politischen Aktivismus im Internet und "The War on Drugs" (2007) über die amerikanische Form der Drogenbekämpfung begann.

Seit fast zehn Jahren besteht das Gefangenenlager in Guantanamo - und selbst US-Präsident Barack Obama, der es eigentlich schließen wollte, konnte dieser Institution kaum etwas anhaben. Der Dokumentarfilm "War on Terror TM" von Sebastian J.F. zeigt anschaulich, wie radikal die Bush-Regierung nach den Anschlägen des 11. Septembers rechtsstaatliche Prinzipien außer Kraft setzte. Orwell'sche Begriffskreationen wie "illegale Feindkämpfer" oder "erweiterte Verhörmethoden" dienen dazu, Inhaftierten den Kriegsgefangenenstatus gemäß Menschenrechtskonventionen abzuerkennen und Folter zu ermöglichen. So haben die Inhaftierten Guantanamo noch immer keinen Zugang zu einem ordentliche Gerichtsverfahren.

Für seine Dokumentation montierte Sebastian J.F. Aussagen der Bush-Regierung mit Interviewpassagen, in denen er u.a. die US-Journalistin Amy Goodman von der Nachrichtensendung "Democracy Now!", den österreichischen Völkerrechtsexperten Manfred Nowak und den deutschen ehemaligen Guantanamo-Häftling Murat Kurnaz zu Wort kommen lässt.

(APA)

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