Quelle: ZAMG

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Mozarts original Hammerflügel wieder in Wien

25.10.2012 - 13:37
Mozarts Flügel lässt sich noch immer gut bespielen© APA (ISM/Wolfgang Lienbacher)Mozarts Flügel lässt sich noch immer gut bespielen

Seltener Besuch im Mozarthaus Wien, der ehemaligen Wohnung des Meisters: Der originale Hammerflügel des Komponisten ist dort für zwei Wochen zu sehen. Wolfgang Amadeus Mozart dürfte das Klavier während seiner Wiener Zeit fast täglich verwendet haben. Das prominente Instrument ist eine Leihgabe der Stiftung Mozarteum Salzburg.

Mozart hat sich 1781 in der Donaumetropole niedergelassen. Kurze Zeit später, im Jahr 1782, erwarb er den Flügel. Gebaut wurde dieser von Anton Walter, der als einer der führenden Klavierbauer des ausgehenden 18. und beginnenden 19. Jahrhunderts gilt. Für Mozart dürfte es in den folgenden Jahren das Hauptinstrument gewesen sein, wie Gerhard Vitek, der Direktor des Mozarthauses bei der Präsentation am Donnerstag betonte.

Seine Klavierkonzerte, so hieß es, habe Mozart in dieser Zeit für dieses Instrument geschrieben. Allein im nunmehrigen Mozarthaus - also in der Wohnung in der Domgasse beim Stephansdom - sind laut Vitek elf davon entstanden. Wobei das gute Stück keineswegs nur im Haus herumstand: Es wurde auch regelmäßig zu Salons, Konzerten oder an den Hof getragen.

Was relativ einfach geht: Das Hammerklavier ist lediglich 85 Kilo schwer - also bei weitem leichter als heutige Konzertflügel. Inzwischen wird es jedoch quasi gar nicht mehr transportiert. Die Stiftung Mozarteum hat das Instrument zum ersten Mal verliehen, wie Matthias Schulz, der Geschäftsführer des Mozarteums Salzburg, hervorhob.

Mozarts Klavier ist noch immer einwandfrei bespielbar, was der russische Pianist Alexander Melnikov bei der Präsentation auch unter Beweis stellte. Er habe, so berichtete er, bereits auf zahlreichen Kopien der frühen Wiener Hammerflügel gespielt. So gut wie dieses Instrument habe jedoch keine davon geklungen, versicherte Melnikov.

(APA)

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