Quelle: ZAMG

Interviews

Lesung im Audimax brachte Buwog-Abhörprotokolle

17.01.2011 - 22:47

Eine öffentliche Lesung aus von Ermittlern mitgeschnittenen Telefonaten der im Buwog-Skandal Beschuldigten Walter Meischberger, Ernst Karl Plech und Karl-Heinz Grasser wurde am Montag im überfüllten Audimax der Universität Wien ein durchschlagender Lacherfolg beim Publikum. Gastprofessoren waren die drei Kabarettisten Florian Scheuba, Robert Palfrader und Thomas Maurer.

Nicht nur aus den nach parlamentarischen Anfragen veröffentlichten Passagen wurde vorgelesen, sondern auch aus bisher unveröffentlichten Teilen der Abhörprotokolle. Da eine Vorlesung kein Medium sei, gelte für die Veranstaltung das Medienrecht nicht, begründete der Dekan der Rechtswissenschaftlichen Fakultät der Uni Wien, Heinz Mayer, die Rechtmäßigkeit der Auswahl des Vorlesestoffs. Dies sei freilich für die Berichterstattung darüber in Text, Bild und Ton anders, weswegen er die zahlreichen im Saal anwesenden Journalisten vor Veröffentlichungen warnte: "Das kann sie bis zu 100.000 Euro kosten!"

Der stellvertretende "Falter"-Chefredakteur Florian Klenk, der als "Regisseur" des Abends fungierte, machte im Verlauf der eineinhalbstündigen Veranstaltung das Publikum immer wieder aufmerksam, dass nun unveröffentlichte Passagen folgten.

Meyer, der die ursprünglich im Wiener Juridicum angesetzte Veranstaltung, die wegen der großen Nachfrage ins Audimax verlegt werden musste, ermöglicht hatte, bedankte sich bei Scheuba, Palfrader und Maurer: Diese drei Herren hätten nichts kassiert, und auch nicht mitkassiert. Die Drei lasen mit verteilten und immer wieder wechselnden Rollen nicht nur aus den Telefonprotokollen von Gesprächen von Walter Meischberger, Ernst Karl Plech und Karl-Heinz Grasser, sondern auch aus den Tagebüchern Meischbergers. Die größten Lacher erzielten die bereits bekannten Sager wie "Was woa mei Leistung?" oder "Da bin ich supernackt".

(APA)

Home
Politik
Chronik
Wirtschaft
Sport
Kultur
Society
Life
Reise
Motor
Hightech