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Kein Geld für großen Umbau des Landestheaters Linz

18.01.2012 - 10:33

Keine optimale Sicht auf vielen Plätzen, von Beinfreiheit keine Rede, mangelhafte Akustik und Handlungsbedarf bei Fluchtwegen - so wird die Situation im Großen Haus des Landestheaters in Linz beschrieben. Für einen großen Umbau fehlt aber das Geld, berichten die "Oberösterreichischen Nachrichten" am Mittwoch. Landeshauptmann Pühringer versprach Sofortmaßnahmen, "die nicht kostenintensiv sind".

Im April 2013 wird das neue Musiktheater am Volksgarten eröffnet. Bis dahin werde man sich verschiedene Varianten einer Erneuerung für das Sprechtheater am Standort Promenade vorlegen lassen, so Pühringer. Es sei immer klar gewesen, dass nicht beide Vorhaben auf einmal zu finanzieren seien. Zudem habe es eine Finanz- und Wirtschaftskrise gegeben. "Klar ist, dass wir einiges im alten Haus tun werden, aber in einem finanziell verträglichen Ausmaß", so der Kulturreferent in den OÖN.

Im Moment höre und sehe nicht jeder Zuschauer im Großen Haus gut, wird Schauspielchef Gerhard Willert zitiert. Pühringer will dagegen mit einer Reduktion der Sitzplätze und Verbesserungen der Sichtsituation sowie im Bereich Service oder Fluchtwege angehen, "die nicht kostenintensiv sind". Ein historisches Baugutachten und eine Machbarkeitsstudie sollen als Basis für weitere Entscheidungen dienen. Handlungsbedarf bei Fluchtwegen und Brandschutz sieht der Aufsichtsrat der Oö. Theater & Orchester GmbH, Gunther Trübswasser.

Es sei allen bewusst, dass die Mittel für einen großzügigen Umbau in absehbarer Zeit nicht vorhanden seien, so der kaufmännische Direktor Thomas Königstorfer. Es gehe darum, mit geringstmöglichen Mitteln den maximalen Gewinn für die Zuschauer zu schaffen. Intendant Rainer Mennicken gab zu bedenken, dass die Attraktivität sinke, wenn nicht wirklich umgestaltet werde.

(APA)

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