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Sängerknaben-Konzertsaal ab Beginn 2013 bespielt

16.01.2012 - 15:12
Schon in einem Jahr Konzerte im neuen Konzertsaal© APA (Pfarrhofer)Schon in einem Jahr Konzerte im neuen Konzertsaal

Der nicht unumstrittene, in Bau befindliche Konzertsaal der Wiener Sängerknaben am Augartenspitz soll ab Beginn 2013 bespielt werden. Neben Aufführungen des bekannten Knabenchors werden im rund 12 Mio. Euro teuren Musikzentrum auch Kinderopern oder Instrumenten- und Singworkshops über die Bühne gehen, kündigte Elke Hesse, Geschäftsführerin der Konzertsaal-Errichtungs-GmbH, am Montag an.

Insgesamt umfasst der "voxaugarten" - die Bezeichnung ist noch als Arbeitstitel zu verstehen - eine Nettonutzfläche von gut 2.800 Quadratmetern. Herzstück ist der Konzertsaal, der mit einer zwölf Meter breiten und sechs Meter hohen Bühne, einem 40 Quadratmeter großen Orchestergraben und einem rund 400 Sitzplätze fassenden Publikumsbereich ausgestattet ist. Im ehemaligen Pförtnerhaus, das unter Auflagen des Denkmalamts saniert wird, werden der Kassenbereich, ein Cafe sowie ein Shop untergebracht. Im oberen Stockwerk soll ein Seminarraum für rund 60 Personen entstehen.

Laut Hesse werden die Sängerknaben selbst an 50 bis 60 Tagen pro Jahr in ihrer neuen "Heimat" ihre glockenhellen Stimmen hören lassen. Außerdem sind drei bis vier Kinderoper-Produktionen pro Saison vorgesehen. Workshops speziell für Kinder und Jugendliche mit Fokus auf Instrumentenkunde oder Gesang soll es ebenso als fixe Programmpunkte geben. Daneben plant man Kooperationen mit Schulen und Unis. Die Ausgestaltung des Saales erlaube aber auch Kammermusik-, Sprechtheater- oder Tanzaufführungen, versicherte die Geschäftsführerin.

Für die Akustik zeichnet Karl Bernd Quirling verantwortlich, der etwa bereits den Gläsernen Saal im Musikverein oder das neue Musiktheater in Linz konzipiert hat. Was die Errichtungsarbeiten anbelangt, ist der Rohbau bereits abgeschlossen.

Im Vorfeld des Baus hatte eine Bürgerinitiative gegen das Projekt mobil gemacht, wodurch sich die Arbeiten immer wieder verzögerten. Die Aktivisten würden nach wie vor jeden Donnerstag eine "Mahnwache" abhalten, Probleme hinsichtlich einer Störung des Baufortschritts gebe es aber nicht mehr, so Hesse.

(APA)

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