Die Webseite des Justizministeriums ist am Montagabend offenbar von der Hackergruppe Anonymous lahmgelegt worden. Sie war in den Nachtstunden teils nicht erreichbar. Die Gruppe hatte zuvor einen Angriff auf die Seiten des Justiz-, Innen- und Wirtschaftsministerium sowie auf die Webseite von Bundeskanzler Werner Faymann angekündigt.
Auf letztgenannte Seiten konnte gegen Mitternacht allerdings zugegriffen werden. Die Aktivisten setzten laut Bericht von Derstandard.at Denial-of-Service-Attacken ein. Bei solchen Attacken werden Server gezielt mit Anfragen bombardiert, bis diese wegen Überlastung nur noch langsam funktionieren oder ganz zusammenbrechen.
Mit der Aktion protestierte die Hackergruppe laut Angaben auf ihrer Twitter-Seite gegen ACTA. Das Anti-Counterfeiting Trade Agreement von EU und USA ist ein internationales Abkommen gegen Internet-Piraterie und Urheberrechtsverletzungen. Die Unterzeichner verpflichten sich zur Kooperation und zur Schaffung neuer Gesetze, welche die Durchsetzung von Urheberrechten erleichtern sollen.
Anonymous hatte im vergangenen Jahr wiederholt österreichische Webseiten angegriffen und hat mit "AnonAustria" einen österreichischen Ableger. Unter anderem wurden die Webseiten von SPÖ, FPÖ und der Grünen Opfer der Online-Aktivisten.
(APA)

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