Quelle: ZAMG

Pentagon gelingt Durchbruch bei selbstlenkender Munition

30.04.2015 - 11:19
Das US-Militär wird bald über eine revolutionäre Waffentechnik verfügen: selbstlenkende Geschossen, mit denen sogar Anfänger bewegliche Ziele in zwei Kilometer Entfernung treffen.
Selbstlenkende Gewehrkugeln© By SSGT STACY L. PEARSALL, via Wikimedia CommonsSelbstlenkende Gewehrkugeln

Wie die Pentagon-Forschungsbehörde „Darpa“ berichtet, konnte bei Tests nach jahrelanger Forschung ein Meilenstein bei der Entwicklung selbstlenkenden Gewehrmunition erreicht werden. Demnach sollen bald sogar Anfänger bewegliche Ziele in sehr große Distanzen und auch bei starkem Wind sicher treffen können.

Vor sieben Jahren hatte die Forschungsbehörde das Projekt „Exacto“ (Extreme Accuracy Tasked Ordnance) gestartet. Unter realen Bedingungen wurden bei Test von erfahrenen Scharfschützen und ungeübte Schützen nun erstmals sich bewegende Ziele in großer Distanzen getroffen.

Neben dem Rüstungskonzern Lockheed Martin, sollen maßgeblich auch der US-Technologiekonzern Teledyne Technologies und der Munitionshersteller Orbital ATK an dem Projekt mitgewirkt haben.
Noch erfordert die Technologie Munition mindestens Kaliber 0,50 (entspricht einem Durchmesser der Geschosse von 12,7 Millimeter). Das StG 77 von Steyr Mannlicher des Österreichischen Bundesheeres wird im Vergleich dazu mit einer 9 Millimeter-Munition bestückt. Ziel der Forschung soll deshalb im nächsten Schritt eine Miniaturisierung der Lenktechnik in der Munition sein, um zukünftig selbstlenkende Munition „über alle Kaliber“ einsetzen zu können.

Wenig überraschend hält die US-Forschungsbehörde des Pentagon Details der Technik geheim und die zu erwartenden Kosten der Hightech-Munition bei Serienfertigung können noch nicht genannt werden.

(relevant Redaktion)

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