Quelle: ZAMG

Für Dalai Lama Umweltschutz wichtiger als Tibetpolitik

21.12.2010 - 01:47
The Guardian veröffentlicht geheime Dokumente zum Klimawandel
WikiLeaks Dokument zum Klimawandel© PRPHOTOSWikiLeaks Dokument zum Klimawandel

Die Enthüllungsplattform WikiLeaks und ihr Gründer Julian Assange sind seit Wochen das Gesprächsthema Nummer 1 in den Medien. Die britische Zeitung "The Guardian" veröffentlicht jetzt erstmals geheime Dokumente, in denen der Dalai Lama Stellung zum Klimawandel und den Umweltproblemen in Tibet bezieht.

"Die politischen Gespräche mit Peking können notfalls fünf oder zehn Jahre ruhen. Das Abschmelzen der Gletscher, die Entwaldung und die zunehmende Verschmutzung der Gewässer müssen hingegen sofort bekämpft werden," findet der Dalai Lama klare Worte und fordert die U.S.A. dazu auf, mit China vorrangig über die Umweltprobleme in der autonomen Region im Himalaja zu verhandeln. Die politischen Probleme seien ob der drohenden Naturkatastrophen in Tibet zweitrangig.

Obwohl das im Exil lebende geistliche Oberhaupt der Tibeter schon mehrmals die Umweltproblematik der Klimaerwärmung angesprochen hatte, reihte er das Thema bisher nie öffentlich vor politische Fragen oder gab so einen klaren Zeitrahmen an. 

(Bernd Zankl/GILLOUT)

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