Der Porsche Ferdinand GT3 RS ist nicht der neuste Bolide des bekannten Sportwagenbauers, sondern ein Unikat des Künstlers Hannes Langeder. Angetrieben wird der Porsche durch ein integriertes Fahrrad, also durch reine Muskelkraft. Damit sollen Geschwindigkeiten weit jenseits der 5 km/h-Grenze möglich sein.
In über 1000 Arbeitsstunden wurde die Karosserie, bestehend aus Plastikrohren, Klebeband und Alufolie, in Handarbeit zusammengebaut. Dadurch wiegt der Ferdinand GT3 RS nicht einmal 150 Kilo. Die Bezeichnung RS im Namen steht übrigens für Radsport.
Hannes Langeder sagt über seinen Porsche: "Der Fahrradporsche ist ein Emblem dafür, dass Wiederholung niemals eine Reproduktion des Gleichen bedeutet. Vordergründig ist seine Arbeit mimetisch in jenem abwertenden Sinne, in dem Platon die Kunst allgemein beschrieben hat: bloße Nachbildung der Formen der Dinge, ohne deren Funkton zu erfüllen; nutzloses Zeug also. Aber gerade beim Fahrradporsche stellt sich dann unmittelbar die Frage, was denn eigentlich die Funkton des Urbildes, also: des richtigen, das kraftstrotzenden, motorheulenden Vehikels war? Für mich als passionierten Radfahrer ergeben sich die eingangs skizzierten Assoziationen: auch das vierhundertpferdestärken-Kraftei hat keine andere Funktion, als jene, Reichtum, Macht oder Potenz darzustellen."
Der Porsche Ferdinand GT3 RS ist noch bis 27. Juli im Kunstmuseum Linz zu bewundern.

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