Das Medizinjournal "The Lancet" veröffentlichte am Freitag eine Fallstudie zum Thema "Können virtuelle Freunde Asthma auslösen?" Italienische Mediziner berichten darin über einen 18-jährigen Mann, bei dem plötzlich Asthmaanfälle auftraten, obwohl er bis zu diesem Zeitpunkt eigentlich völlig gesund war.
Wie sich später herausstellte, beendete kurz zuvor die Freundin des jungen Italieners die gemeinsame Beziehung und löschte ihn auch aus der Freundesliste auf Facebook. Der junge Mann hatte aber über ein gefaktes Profil weiterhin Zugriff auf das Profil seiner Freundin.
Die Ärzte fanden heraus, dass rein durch das Einloggen bei Facebook, das Atemvolumen des Italieners bis zu 20 Prozent abnahm. Nachdem er sich nicht mehr einloggte verschwanden auch die Asthmaanfälle. "Facebook und andere soziale Netzwerke können ein bisher unbekannter Auslöser für Stress und damit für Asthmaanfälle sein," sind sich die italienischen Ärzte einig und raten ihren Kollegen, speziell bei jungen Patienten, bei denen plötzlich Asthmaanfälle auftreten, diese Möglichkeit in die Diagnose mit einzubeziehen.

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