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Provokant Demokratisches Feigenblatt

Die größte Modeboutique Österreichs wird grün

02.04.2010 - 13:40
Am 22.April ist es wieder soweit. Der Modepalast öffnet seine Pforten. Das Highlight: Modedesign im grünen Bereich. Eine Vorschau.
Modepalast coming soon!© DANIEL KROHModepalast coming soon!

Cloed Baumgartner und Jasmin Ladenhaufen sind mit ihrem erfolgreichen Messekonzept vom Museumsquartier in das Museum angewandter Kunst in Wien übersiedelt. Und sie erweitern ihr Angebot. Neben Mode so bekannter Labels wie ostertag, Martina Rogy oder Mangelware gesellen sich etwa zwanzig grüne Modelabels. Erfreulich ist die dabei gezeigte Vielfalt und Qualität.

RecyclingKunst: Daniel Kroh etwa: seine Recycling-Outfits lassen die Grenzen zwischen Mode und Kunst verschwimmen- und machen Lust auf Gedankensprünge. Wer denkt schon daran aus benutzten Arbeitsoveralls Mode zu machen? Oder die Objekte vom Wiener Label Steinwidder. Getragene Kleidung wird zerschnitten und neu wieder zusammengenäht. Das Resultat: kein Fleckerlteppich sondern subtile Farbabstufungen, elegante Stücke. Eine weitere Vertreterin des gehobenen Recycling ist ALILA, ein Wiener Label, das mit japanischen Kimonos arbeitet. Und daraus Neues macht. Clutchbags, Kleider und Gürtel. Milch stellt Herrenhosen auf den Kopf und macht Kleider für Frauen daraus. Das slowenische Label FIN präsentiert kleine Taschen. Bunte Stoffe, Holzgriffe. Folklorestimmung. Schön. Zum Thema Taschen kommt man auch an kontiki nicht vorbei: Wer die perfekt gearbeiteten Taschen aus Fahrradschläuchen gesehen hat, kann verstehen, dass sich Designerin Karin Maislinger nicht um Schlussverkauf kümmern muss, die Teile sind schon vorher verkauft. Für Männer und Frauen.

Business/Design: Neben Streetwear und Recycling finden sich beim Modepalast auch VertreterInnen des "clean green chic". Sehr erfolgreich ist die Berlinerin Magdalena Schaffrin, die unter ihrem gleichnamigen Label Kleidung für Business ebenso fertigt wie für den Abend. Dazu das Stricklabel MASI aus Linz. 3D-Strick in tragbare Modelle umgesetzt. Das junge, schon preisgekrönte Label, Ica watermelon aus Berlin ist ein Senkrechtstarter im grünen Modebusiness. Grobstrick trifft auf glatten Stoff, Handwerk auf moderne Formen.  Klare Hemdenschnitte, das gibt es bei toodot. Dazu Basisstücke wie T-Shirts, Sweater, ohne Schnickschnack. Street: Ideo- ist Mode aus Frankreich. Und bietet alles, was man an Streetwear braucht. Jeans dürfen auch nicht fehlen. Einer umweltfreundlichen Produktion der blauen Beinkleider haben sich zwei Labels verschrieben, Sey aus Deutschland und Nu aus Frankreich. Dazu braucht man ein T-Shirt und da nehme man eines von Thokk Thokk. Das Label ist für seine speziellen Prints bekannt. Aus Brasilien kommt Tudo Bom?, das uns mit Basics und sonnigem Lebensgefühl versorgen will. Kein Problem für das ökofaire Label.

Kleidung ohne Ablaufdatum. Eine Gemeinsamkeit haben diese Labels. Sie produzieren langlebige Produkte. Schön, gut verarbeitet und ohne Ablaufdatum. Ist es nicht das, was wir wirklich wollen? Shoppen gehen mit Stil und gutem gewissen. Auf zum Modepalast.

Modepalast 23. bis 25.April 2010 MAK, Wien

(Nadine Kupka/GILLOUT)

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