Quelle: ZAMG

Todesstrafe für Brandstifter in Kalifornien

29.01.2013 - 11:06

Ein Brandstifter in Kalifornien ist wegen eines verheerenden Buschfeuers zum Tod verurteilt worden. Ein Richter im Bezirk San Bernardino bestätigte das Urteil am Montag, wie die "Los Angeles Times" berichtete. Das Gericht folgte damit der Entscheidung einer Jury, die sich im September für die Höchststrafe ausgesprochen hatte.

Der jetzt 31-jährige Mann hatte nach Überzeugung der Geschworenen 2003 im Süden Kaliforniens einen schweren Waldbrand verursacht, bei dem fünf Menschen starben. Im Prozess waren die Geschworenen zu dem Schluss gekommen, dass Rickie Lee Fowler die Flammen absichtlich legte, als er an einem windigen und heißen Tag eine brennende Fackel ins trockene Gebüsch warf.

Das verheerende Feuer trieb damals Zehntausende Menschen in die Flucht, fast 1.000 Häuser brannten ab. Der Tod von fünf Anrainern im Alter von 54 bis 93 Jahren an Herzversagen wurde direkt mit den Bränden in Verbindung gebracht.

Die Tochter eines der Opfer sagte vor Gericht, dass sie noch täglich unter dem Verlust ihres Vaters leide. Sie war 15 Jahre alt, als ihr Vater nach der Evakuierung aus dem Brandgebiet einen tödlichen Herzinfarkt erlitt.

Fowler hatte zugegeben, dass er das Haus eines Bekannten nach einem Streit abbrennen wollte. Er gab aber weiter an, dass nicht er selbst, sondern ein Freund das Feuer gelegt habe. Beide Männer waren am Tatort gesehen worden. Der andere Tatverdächtige war 2006 bei einer Schießerei ums Leben gekommen.

Die Todesstrafe wird in Kalifornien relativ selten vollstreckt. Als sich im vergangenen November bei einem Volksentscheid eine knappe Mehrheit der kalifornischen Wähler für die Beibehaltung von Hinrichtungen aussprach, saßen dort 726 Menschen in Todeszellen. Seit 1978 waren in dem US-Bundesstaat 13 Verurteilte hingerichtet worden. Zahlen über Todesurteile für Brandstifter liegen nicht vor.

(APA/dpa)

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