Nach einer heftigen Gasexplosion und einem anschließenden Großfeuer in San Francisco haben Einsatzkräfte mit Spürhunden nach möglichen weiteren Opfern gesucht. Mindestens vier Menschen kamen bei dem Brand ums Leben, mindestens 50 Menschen wurden nach jüngsten Angaben zum Teil schwer verletzt.
"Es war ziemlich verheerend. Teilweise sehen einige Gebiete wie eine Mondlandschaft aus", sagte der Feuerwehrchef des betroffenen Stadtviertels San Bruno, Dennis Haag. Das Feuer erfasste am frühen Donnerstagabend mehrere Straßenzüge in San Bruno.
37 Häuser wurden völlig zerstört, von einigen standen am Freitag nur noch die Schornsteine inmitten von rauchenden Trümmern. Acht Häuser wurden von den Flammen schwer beschädigt, Dutzende weitere leicht. Ausgebrannte Fahrzeuge säumten aschebedeckte Straßen. Augenzeugen zufolge schoss nach der Explosion ein Feuerball rund 300 Meter in die Höhe. Die Menschen flüchteten panisch vor den Flammen. Auslöser der Explosion war offenbar eine gebrochene Gasleitung. An ihr entstand ein riesiger Krater.
Einige Anrainer berichteten, in dem Gebiet habe es in den vergangenen Wochen nach Gas gerochen. Viele Bewohner konnten nicht mehr als ihr eigenes Leben retten.
Das Unglück in Kalifornien hat auch eine Debatte über die Sicherheit des umfassenden Gasleitungsnetzes in den USA ausgelöst. In den vergangenen zwei Jahrzehnten wurden nach offiziellen Angaben 2.840 größere Unfälle an Gasleitungen registriert, in 992 Fällen gab es Tote oder Verletzte. Mehr als 60 Prozent der Leitungen sind mehr als 40 Jahre alt, fast die Hälfte wurden inoffiziellen Zahlen zufolge in den 50er und 60er Jahren installiert. Vielen von ihnen fehlt ein Korrosionsschutz, wie er heute üblich ist.
(APA/dpa)

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