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Deutscher wies Brandstiftungsvorwürfe in LA zurück

25.01.2012 - 01:41

Der 24-jährige Deutsche, der in Los Angeles Dutzende Feuer gelegt haben soll, hat die Vorwürfe der Anklage abgestritten. Der Mann plädierte am Dienstag vor Gericht auf "nicht schuldig", berichtete die "Los Angeles Times". Zuvor war er wegen weiterer Vergehen angeklagt worden. Laut Staatsanwaltschaft muss sich der Mann nun wegen 100 Vorwürfen im Zusammenhang mit fast 50 Feuern verantworten.

Er soll die Brände mit Hilfe von feuerbeschleunigenden Mitteln gelegt haben. Im Falle eines Schuldspruchs drohen ihm mehr als 80 Jahre Haft. Er war nach seiner Festnahme Anfang Januar zunächst in 37 Fällen angeklagt worden. Der mutmaßliche Brandstifter sitzt seitdem in Untersuchungshaft. Der zuständige Richter erhöhte die Kaution am Dienstag auf rund 5,7 Millionen Euro.

Auch die 53-jährige Mutter des Deutschen befindet sich in Untersuchungshaft. Die in Deutschland mehrfach vorbestrafte Frau war kurz vor dem Jahreswechsel in Los Angeles festgenommen worden. Kurz danach begann eine Brandserie, die Hollywood in Atem hielt und einen Schaden von mehreren Millionen Dollar verursachte.

Gegen Mutter und Sohn ermittelt auch die deutsche Justiz: Die Staatsanwaltschaft in Frankfurt wirft der Frau gewerbsmäßigen Betrug in 19 Fällen vor. Gegen ihren Sohn wird wegen eines Feuers in Hessen ermittelt.

Bei jüngsten Gerichtsanhörungen in Los Angeles war die in Tschetschenien geborene Frau durch wirre Bemerkungen aufgefallen. Über ihren Sohn sagte sie, er sei geistig verwirrt. Es wird vermutet, dass er die Feuer nach der Festnahme seiner Mutter aus Wut über die amerikanische Einwanderungsbehörde legte. Nach Angaben des Amtsgerichts in Frankfurt liegt ein internationaler Haftbefehl gegen die Frau vor. Sie wehrt sich dagegen, aus den USA nach Deutschland ausgeliefert zu werden.

(APA/dpa)

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