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USA: Tausende flüchten vor Stürmen und Feuern

20.01.2012 - 20:23

Schwere Schneestürme und ein gewaltiges Feuer haben im Westen der USA tausende Menschen in die Flucht getrieben. Im Bundesstaat Washington waren nach einem Wintereinbruch in der Nacht auf Freitag mehr als 300.000 Menschen ohne Strom, wie die Zeitung "Seattle Times" meldete. Im Bundesstaat Nevada brachten sich nahe der Stadt Reno wegen eines Buschbrandes rund 10.000 Menschen in Sicherheit.

Im Nordwesten rissen die Schneestürme Strommasten um, verwandelten Straßen in Rutschbahnen und ließen Flüsse über die Ufer treten. Auch im benachbarten Bundesstaat Oregon flohen viele Menschen vor durch den Sturm angeschwollenen Flüssen in höher gelegene Gebiete. Mindestens drei Menschen kamen nach offiziellen Angaben ums Leben.

Der Schneesturm hatte am Mittwoch eingesetzt und zunächst den Verkehr im Nordwesten der USA teilweise lahmgelegt. Am Flughafen von Seattle mussten die Start- und Landebahnen gesperrt werden. Die Schneemengen am Flughafen brachen einen Rekord aus dem Jahr 1954. Schulen im Raum Seattle blieben am Donnerstag geschlossen. Auf den eisglatten Straßen kam es zu vielen Unfällen. Doch es könnte noch schlimmer kommen: Der Nationale Wetterdienst (NWS) warnte für Freitag, höhere Temperaturen könnten Schnee und Eis schmelzen und zu Überschwemmungen führen.

Unterdessen hängen über dem Himmel von Nevada Rauchwolken. Am Freitag waren noch immer 2.000 Menschen nicht in ihre Häuser zurückgekehrt, wie die Zeitung "Reno Gazette-Journal" meldete. Das Feuer, das rund 15 Quadratkilometer Land verbrannt hatte, galt zur Hälfte als eingedämmt. Mehr als 20 Häuser gingen in Flammen auf

Das Inferno war am Donnerstag ausgebrochen und hatte sich angefacht von bis zu 130 Stundenkilometern starken Winden und Trockenheit schnell ausgebreitet. Die bis zu zwölf Meter hohen Flammen hinterließen geschwärztes Land, ausgebrannte Autos und Häuser. Der Feuerwehchef des Ortes Sierra, Tim Leighton, nannte den Brand für diese Jahreszeit sehr ungewöhnlich.

(APA/dpa)

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