Ein Jahr nach dem Attentat im US-Staat Arizona hat die bei der Tat schwer verletzte Kongressabgeordnete Gabrielle Giffords in einer Gedenkfeier an die Opfer erinnert. Mit fester Stimme las sie bei der Feier Sonntagabend (Ortszeit) in Tucson aus der Pledge of Allegiance vor, dem Treuegelöbnis gegenüber der US-Nation und der Flagge.
Begleitet wurde die demokratische Politikerin bei ihrem Auftritt von ihrem Mann, dem früheren Astronauten Mark Kelly. "Gabby! Gabby!", riefen Tausende Teilnehmer. "Im vergangenen Jahr mussten wir mit neuen Realitäten leben", sagte Kelly. "Der Realität von Schmerz, Loslassen, der Vergangenheit." Zugleich aber hätten alle Menschen gesehen, dass Heilung möglich sei, sagte Kelly in Hinblick auf seine Frau, die bei der Schießerei einen Kopfschuss erlitten hatte. US-Präsident Obama sprach Giffords in einem Telefongespräch "seine Bewunderung für den Mut und die Bestimmtheit" der Abgeordneten aus, wie das Weiße Haus erklärte.
Giffords hatte bei dem Attentat am 8. Jänner 2011 auf dem Parkplatz eines Supermarktes in Tucson nur knapp überlebt, nachdem der Täter ihr aus nächster Nähe eine Kugel durch den Kopf geschossen hatte. Unter den sechs Todesopfern des Anschlags waren ein neunjähriges Mädchen, ein Richter und einer von Giffords Mitarbeitern. Der 23-jährige mutmaßliche Attentäter plädierte vor dem Richter auf nicht schuldig. Im März wurde er für unzurechnungsfähig erklärt.
(APA/ag.)

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