Quelle: ZAMG

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Dutzende Tote und Verwüstung durch US-Tornado

21.05.2013 - 23:37
Ein Vorort wurde dem Boden gleichgemacht© APA (epa)Ein Vorort wurde dem Boden gleichgemacht

Ein gewaltiger Tornado hat im US-Bundesstaat Oklahoma mindestens 24 Menschen in den Tod gerissen und eine Schneise der Zerstörung hinterlassen. Unter den Opfern des Sturms, der am Montag mit bis zu 300 Kilometern pro Stunde durch die Region um die Kleinstadt Moore fegte, sind laut Gerichtsmedizin auch neun Kinder. Rettungskräfte suchten im Katastrophengebiet am Dienstag nach weiteren Opfern.

Präsident Obama sprach von "einem der zerstörerischsten Tornados in der Geschichte". Nach Angaben der US-Wetterbehörde hatte der Tornado die höchste Stufe auf der in den USA gebräuchlichen Skala. Es habe sich um einen Sturm der Stärke EF5 gehandelt, der mit Geschwindigkeiten von 320 Stundenkilometern über die Region hinwegraste, teilte der nationale Wetterdienst am Dienstag mit.

Aus aller Welt kamen Beileidsbekundungen. Rund 150 Menschen mussten laut dem Lokalsender KFOR-TV in umliegenden Kliniken behandelt werden, nachdem das Krankenhaus von Moore von dem Sturm schwer beschädigt worden war. "Die ganze Stadt sieht aus wie ein Trümmerfeld", sagte Bürgermeister Glenn Lewis in einem Fernsehbericht.

Widersprüchliche Angaben über die Opferzahlen hatten zunächst für Verwirrung gesorgt. Die gerichtsmedizinische Sprecherin Amy Elliot korrigierte vorherige Informationen, dass es 51 Tote gegeben habe. Manche US-Medien hatten sogar von mehr als 90 Toten berichtet. Die chaotischen Zustände in dem Katastrophengebiet könnten laut Medien dazu geführt haben, dass manche Opfer anfangs doppelt gezählt wurden. Es sei aber möglich, dass die endgültige Totenzahl noch deutlich höher als 24 liege.

Auf seiner gut drei Kilometer breiten Spur der Verwüstung, die mitten durch ein Wohngebiet führte, hatte der Tornado auch eine Volksschule komplett dem Boden gleichgemacht. Mindestens sieben Kinder starben in dem Gebäude, berichtete der TV-Sender NBC. Sie seien in einer mit Wasser vollgelaufenen Grube ertrunken.

Weitere Kinder wurden auch am Dienstag noch vermisst. Zahlreiche Überlebende wurden aus den Trümmern geborgen. Die Suche nach den Opfern ging die ganze Nacht über weiter. Eine zweite Schule wurde stark beschädigt.

Fernsehbilder zeigten die enorme Größe der dunklen Säule, die ganze Häuser zerlegte, Autos davon riss und nichts als Trümmer hinterließ. Mehr als 300 Häuser seien zerstört worden, hieß es. Die öffentliche Infrastruktur brach zusammen. Es gab kein fließendes Wasser. Nur Generatoren lieferten noch Strom.

(APA/ag.)

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