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Rhein-Hochwasser weniger schlimm als befürchtet

10.01.2011 - 15:02
Lage bleibt zum Teil angespannt© APA (epa)Lage bleibt zum Teil angespannt

Die Hochwasserlage am Rhein blieb angespannt, entwickelte sich aber weniger schlimm als befürchtet. In Koblenz, wo viele Menschen ihre Wohnung nur noch über Stege und Boote erreichen konnten, wurde am Nachmittag der Höchststand erwartet. Es sehe danach aus, dass die Stadt glimpflich davonkomme, hieß es beim Hochwassermeldezentrum.

Die Pegelstände tendierten in Richtung Acht-Meter-Marke. Bei den großen Hochwassern 1993 und 1995 war das Wasser mehr als neun Meter hoch angeschwollen. Normal sind 2,40 Meter.

Rheinabwärts in Köln stieg das Wasser deutlich langsamer als befürchtet, der Scheitelpunkt sollte am Dienstagmorgen erreicht werden. Dank des Hochwasserschutzkonzepts mit Pumpen und Schutzwänden ist der größte Teil der Stadt ohnehin vor den Fluten sicher. An der Mosel und im Osten Deutschlands stabilisierte sich die Lage. In Hessen sanken die Pegelstände bereits wieder, in Bayern war dies zunächst nur an den kleineren Flüssen so.

Kritisch blieb die Lage an der Weser in Niedersachsen. In Hannoversch Münden, wo Werra und Fulda zur Weser zusammenfließen, standen weiter Teile der Altstadt und Wohngebiete unter Wasser. Der Pegelstand sank aber bereits leicht.

Im Osten Deutschlands hieß es vor allem: abwarten. Zwar blieb die Lage an Oder und Spree stabil, sich zu Barrieren stauende Eisschollen könnten dies aber rasch ändern.An der Schwarzen Elster im Süden Brandenburgs legten die Wasserstände weiter zu, in Herzberg drohte die höchste Alarmstufe 4.

Angespannt war die Situation weiter an den Flüssen in Sachsen-Anhalt, große Landflächen standen unter Wasser. In Thüringen blieben die meisten Wasserstände stabil oder fielen bereits.

In einigen Regionen soll es in den nächsten Tagen erneut Regen geben. Da die meisten Schneepolster abgeschmolzen sind, rechnen Experten aber nicht mit neuen Hochwasserwellen.

(APA/dpa)

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