Sechs Wochen nach der schwersten Naturkatastrophe in der Geschichte Pakistans droht dem Süden des Landes neues Hochwasser. Der Manchar-See in der Provinz Sindh, in den Flutwasser aus den Überschwemmungsgebieten abgeleitet wurde, droht über die Ufer zu treten und gefährdet mehrere Städte mit schätzungsweise 250.000 Bewohnern.
Behördenangaben zufolge stand das größte Trinkwasserreservoir des Landes am Montag nur wenige Zentimeter unter der Deichkrone. Zehntausende Menschen haben bereits die Region verlassen. Die Behörden planten weitere Evakuierungen.
Bei der Überschwemmung vor sechs Wochen waren mehr als 1.750 Menschen ums Leben gekommen. Millionen andere wurden obdachlos. Insgesamt waren 20 Millionen Pakistaner von der Naturkatastrophe betroffen. Die Regierung schätzt den Sachschaden auf umgerechnet 43 Milliarden Dollar. Die pakistanische Wirtschaft dürfte im Geschäftsjahr 2010/11 deshalb nur noch um zwei statt der geschätzten 4,5 Prozent wachsen.
(APA/ag.)

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