Nach überraschend raschen Fortschritten bei den Bemühungen zur Rettung der 33 eingeschlossenen Bergleute in Chile wurde einer der eingesetzten Bohrer wegen einer Panne gestoppt. Die Maschine müsse wegen Wartungs- und Reparaturarbeiten 48 Stunden pausieren, sagte der leitende Ingenieur am Donnerstag in San José. Unterdessen liefen die Vorbereitungen für die Installierung eines weiteren Bohrers.
Die Maschine vom Typ Schramm T-130, die einen Rettungsschacht für die 33 unter Tage eingeschlossenen Bergleute graben soll, sei gestoppt worden, sagte der die Arbeiten leitende Ingenieur Andres Sougarret vor Journalisten. Es seien Probleme mit dem Bohrkopf aufgetreten. Der Bohrer war erst wenige Tage im Einsatz und dabei schon in eine Tiefe von 268 Metern vorgedrungen. Nötig sind 630 Meter.
In der Mine San Jose mitten in der nordchilenischen Atacama-Wüste sind seit Anfang August 33 Bergleute in 700 Metern Tiefe gefangen. Sie erhalten über einen engen Versorgungsschacht Wasser und Nahrung sowie Nachrichten von der Außenwelt. Die Bergarbeiter werden in Chile bereits als Helden verehrt. Zu ihrer Rettung werden große Anstrengungen unternommen, sie dürfte aber erst im November oder Dezember glücken.
Vor dem Einsatz der Bohrmaschine Schramm T-130, dem sogenannten "Plan B", hatte im Rahmen von "Plan A" bereits die Bohrmaschine Strata 950 die Arbeiten aufgenommen. Sie kam binnen zehn Tagen allerdings nur 171 Meter tief und ist damit noch weit von der Zielvorgabe entfernt.
Bei "Plan C" soll in einer guten Woche der Ölbohrer RIG-422 des kanadischen Unternehmens Precision Drilling zum Einsatz kommen. Der Bohrer, der eine Standfläche von der Größe eines Fußballfeldes benötigt, schafft je nach Gesteinsart 20 bis 40 Meter am Tag. Begleitet vom Jubel der Angehörigen der verschütteten Bergleute sind am Freitag in 42 Lastwagen die Einzelteile der Monster-Bohrmaschine am Unglücksort angekommen.
(APA/ag.)

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