Nach der verheerenden Dürrekatastrophe in Somalia und Kenia im vergangenen Jahr bahnt sich in Afrika ein neues Hungerdrama an. Betroffen ist der Westen der Sahelzone. Allein in Niger und Mauretanien litten bereits sechs Millionen Menschen Hunger, und auch in Mali und im Tschad sei die Lage bedrohlich, sagte Ralf Südhoff, Leiter des Berliner Büros des Welternährungsprogramms (WFP).
"Hinzu kommen düstere Anzeichen in Senegal, Gambia, Burkina Faso, Kamerun und auch dem nördlichen Nigeria." Die Region sei bereits von der dritten Dürre in einem Jahrzehnt betroffen. "Die Menschen haben keine Chance, sich von den vorherigen Krisen zu erholen und jede Krise trifft sie noch heftiger", erklärte Südhoff.
Das WFP rief dringend zu Spenden auf, um die Katastrophe noch abzuwenden. Um zumindest einen Teil der bereits betroffenen Menschen in Niger, Mali und Mauretanien unterstützen zu können, benötige die Organisation zusätzliche 150 Millionen Dollar (115 Millionen Euro) für die Nothilfe.
(APA/dpa)

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