Quelle: ZAMG

Interviews

Thema Europäische Union

Kolumne

Wirtschaftskolumne

Gesundheitskolumne

Aschewolke lähmt Luftverkehr über dem Südpazifik

31.05.2010 - 12:32

Europa kann derzeit verschnaufen - doch eine riesige Aschwolke sorgt nun über der Südpazifik-Region für Beeinträchtigungen im Flugverkehr. Auslöser ist der Vulkan Yasur auf Vanuatu, seine Aschewolke reichte am Montag in bis zu 1.800 Meter Höhe. Vanuatu liegt auf dem sogenannten pazifischen "Feuerring", auf dem es immer wieder zu Vulkanausbrüchen und Erdbeben kommt.

Betroffen war zunächst ein Gebiet von mehr als 340 Quadratkilometern, selbst im benachbarten Neukaledonien mussten Flüge abgesagt werden. Auch in Neuseeland wurden die Fluglinien vor der Aschewolke gewarnt.

Auf Vanuatu selbst wurde der malerisch gelegene Vulkan auf der Insel Tanna für Touristen gesperrt. "Der Vulkan war in den vergangenen Tagen sehr aktiv", berichtete Peter Korisa vom Katastrophenschutz des Inselstaates im Südpazifik. "Er spuckte auch heiße Lava und Gesteinsbrocken aus." Rings um den Vulkan wohnen etwa 6.000 Menschen, die in Alarm versetzt wurden. Auch Touristenressorts in Vanuatu wurden aufgefordert, ihre Urlauber nicht in die Nähe der Gefahrenzone zu lassen.

Die nun vom Yasur ausgestoßene Aschewolke hatte zunächst aber nicht so verheerende Auswirkungen wie der isländische Gletschervulkan Eyjafjöll. Er hatte mit einer riesigen Aschewolke im April fast den gesamten europäischen Luftverkehr rund eine Woche lang lahmgelegt. Die Schließung von Hunderten Flughäfen und die Streichung von mehr als 100.000 Flügen lösten ein beispielloses Chaos aus, mehr als acht Millionen Reisende saßen fest.

(APA/ag.)

Home
Politik
Chronik
Wirtschaft
Sport
Kultur
Society
Life
Reise
Motor
Hightech