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Acht Buben aus Höhle in Thailand gerettet

09.07.2018 - 17:37
Es konnten bereits weitere Kinder gerettet werden© APA (AFP)Es konnten bereits weitere Kinder gerettet werden

Die insgesamt acht bisher aus einer Höhle in Thailand geretteten Buben sind nach offiziellen Angaben allesamt wohlauf. Der Leiter der Rettungsaktion, Provinzgouverneur Narongsak Osottanakorn, sagte am Montagabend (Ortszeit) vor Journalisten in der nahegelegenen Stadt Mae Sai: "Sie sind alle sicher und gesund." Inzwischen hätten die ersten Buben auch Besuch von ihren Familien bekommen.

Die Rettungsaktion eines internationalen Teams von Spezialtauchern soll nun am Dienstag fortgesetzt werden. In der Höhle harren jetzt noch vier Spieler der Jugend-Fußballmannschaft und ihr 25 Jahre alter Betreuer aus. Offen blieb, ob am Dienstag alle fünf noch Eingeschlossenen herausgeholt werden sollen. Das Drama dauert dann bereits 17 Tage.

Die Aktion stützt sich auf ein Team von mehr als einem Dutzend internationaler Spezialtaucher. Weil in Südostasien gerade Monsun-Saison ist und neue schwere Regenfälle drohen, ist sie auch ein Kampf gegen die Zeit. Die Höhle Tham Luang-Khun Nam Nang Non, wo das Team am 23. Juni von Wassermassen überrascht wurde, liegt im Norden Thailands an der Grenze zu Myanmar.

Die geretteten Kinder und Jugendlichen werden jetzt in einem Krankenhaus der Provinzhauptstadt Chiang Rai behandelt. Noch am Montag sollten die ersten Burschen Besuch von ihren Familien bekommen dürfen. Allerdings müssen sie nach den zwei Wochen in fast kompletter Dunkelheit erst vorsichtig wieder ans normale Leben herangeführt werden. Zunächst einmal werden sie gründlich untersucht. Befürchtet wird, dass auch die Psyche Schaden genommen haben könnte.

Den vier Burschen, die bereits am Sonntag gerettet wurden, geht es nach offiziellen Angaben verhältnismäßig gut. Nach Angaben des Leiters des Rettungsteams, Narongsak Osottanakorn, waren sie hungrig und haben im Spital nach gebratenem Reis gefragt. Über den Zustand der anderen wurde zunächst nichts bekannt.

Nach Angaben von Provinzgouverneur Narongsak Osottanakorn lief der zweite Großeinsatz seit 11.00 Uhr Ortszeit (6.00 Uhr MESZ). Er dauerte dann bis in den Abend. Die Höhle ist nach seiner Darstellung weiterhin teilweise überflutet, das Wasser aber gesunken. Nach Regenfällen über Nacht schien am Montag in der Region die Sonne.

Die Bergung der Burschen im Alter von elf bis 16 Jahren ist äußerst gefährlich. An manchen Stellen ist der Weg so eng, dass die Taucher ihre Atemluft-Flaschen abschnallen müssen. Darüber hinaus kann man im Wasser kaum sehen. Bei der Vorbereitung der Mission ertrank am Freitag ein erfahrener thailändischer Taucher. Jetzt nehmen jeweils zwei Retter die Buben, von denen kein einziger richtig tauchen kann, in Schlepptau. Alle tragen Taucheranzüge und sind mit Taucherbrillen ausgerüstet. Die Profis versorgen sie mit Luft.

Insgesamt sind etwa 90 Taucher im Einsatz. Das Kernteam besteht aus 18 Spezialtauchern, davon der größte Teil aus Ländern wie Australien und Großbritannien. Insgesamt sind mehr als tausend Retter im Einsatz.

(APA/dpa/ag.)

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