Quelle: ZAMG

Interviews

Thema Europäische Union

Kolumne

Wirtschaftskolumne

Gesundheitskolumne

Silvester-Feiern um den Globus mit Feuerwerken und Lichtshow

31.12.2017 - 22:49
Spektakuläres Feuerwerk in Sydney© APA (AFP)Spektakuläres Feuerwerk in Sydney

Die Welt begrüßt das Jahr 2018: Zuerst begann das neue Jahr im pazifischen Raum, Australien begrüßte es mit einem spektakulären Feuerwerk in Sydney. Zuvor hatten die pazifischen Inselstaaten Samoa, Tonga und Kiribati das neue Jahr gefeiert. Gewohnt ruhig rutschten die Chinesen ins Jahr 2018, nach dem chinesischen Mondkalender wird erst in der Nacht auf 16. Februar das neue Jahr begrüßt.

Das Golfemirat Dubai feierte Silvester mit einer außergewöhnlichen Lichtshow. Die Feierlichkeiten wandern nun über Asien, den Nahen Osten, Afrika und Europa nach Amerika.

Etwa 1,5 Millionen Menschen strömten in Sydney zu der Silvester-Feier am berühmten Opernhaus der Stadt zusammen. Das Fest fand unter scharfen Sicherheitsvorkehrungen statt. "Das ist eine fabelhafte Art, 2017 zu verabschieden", sagte Sydneys Bürgermeisterin Clover Moore und erinnerte daran, dass sich eine große Mehrheit der Australier für die Einführung der Homo-Ehe ausgesprochen hatte.

Die für ihr gigantisches Silvester-Feuerwerk berühmte australische Metropole Sydney hatte mit dem Regenbogen-Feuerwerk bewusst eine politische Botschaft für 2018 senden wollen: Die Regenbogenflagge symbolisiert Toleranz und die Vielfalt von Lebensformen und wird weltweit von der Bewegung der Schwulen und Lesben genutzt.

Auch Neuseeland begrüßte das Jahr 2018, und zwar um 12.00 Uhr MEZ. Tausende kamen in der größten Stadt Auckland zur Silvesterfeier zusammen. Auch in Singapur und in China hat das neue Jahr bereits begonnen.

Gewohnt ruhig sind die Chinesen ins neue Jahr gerutscht. Denn nach dem chinesischen Mondkalender wird erst in der Nacht auf den 16. Februar das neue Jahr begrüßt. Zwar ist in China der 1. Jänner auch ein Feiertag, aber so richtig gefeiert wird im Reich der Mitte erst das chinesische Neujahrsfest in sechs Wochen, wenn das Jahr des Hundes beginnt. In Peking und anderen Großstädten gingen gleichwohl vor allem junge Chinesen am Abend zum Essen aus oder feierten mit Freunden kleinere Partys.

Die Hauptstadt hat selbst zum chinesischen Neujahrsfest im Februar erstmals wieder alle Knaller und Raketen im weiteren Stadtgebiet innerhalb des fünften Autobahnringes um die 22-Millionen-Metropole verboten. Als Gründe wurden die Luftverschmutzung sowie Unfälle genannt. Schon von 1993 bis 2006 gab es in Peking ein solches Verbot.

Das Golfemirat Dubai begrüßte das neue Jahr mit einer außergewöhnlichen Lichtshow rund um den höchsten Wolkenkratzer der Welt. Der 828 Meter hohe Burj Khalifa wurde dabei ab 21.00 Uhr MEZ zur "Leinwand" für die knapp sechsminütige Show. Mit der Performance "Light Up 2018" will der Betreiber Emaar ins Guinness Buch der Rekorde kommen.

Mehr als 300 Experten, darunter mehr als 100 Hochhauskletterer, seien an der fünfmonatigen Vorbereitung der Show beteiligt gewesen, teilte Emaar im Vorfeld mit. Mit der Show solle auch der Gründungsvater der Vereinigten Arabischen Emirate, Sheikh Zaid bin Sultan al-Nahyan, geehrt werden, der 1918 geboren wurde.

Die Silvester-Feierlichkeiten wandern nun über Asien, den Nahen Osten, Afrika und Europa nach Amerika. Die größte Silvesterparty von Deutschland ist wieder in Berlin am Brandenburger Tor geplant. Wegen der nach wie vor erhöhten Terrorgefahr und nach den Übergriffen in der Kölner Silvesternacht vor zwei Jahren wurden die Sicherheitsvorkehrungen vielerorts verstärkt. Nach einer Experten-Analyse der Kölner Polizei müssen nordrhein-westfälische Großstädte auch diesmal wieder mit der Anreise großer Gruppen junger Männer rechnen. Die Polizei hat deshalb massive Präsenz angekündigt. In Berlin gibt es auf der Festmeile erstmals eine sogenannte Safety Area für Frauen, die sexuell belästigt wurden oder sich unsicher fühlen.

Paris begeht Silvester ebenfalls unter strengen Sicherheitsvorkehrungen. 7.900 Polizisten und Soldaten sollen die Feiern in der französischen Hauptstadt und den Vororten schützen. Landesweit sind 99.000 Polizisten und Militärs im Einsatz. Die Pariser Prachtstraße Champs-Elysees, wo Hunderttausende Feiernde erwartet werden, will die Polizei besonders intensiv sichern. Besucher müssen ihre Taschen vorzeigen und werden abgetastet, querstehende Fahrzeuge und Betonklötze sollen Zufahrten abriegeln. Es herrscht Alkoholverbot.

Nach Österreich feiert Großbritannien (1.00 Uhr am 1. Jänner MEZ) Silvester, es folgen Rio de Janeiro in Brasilien (3.00 Uhr) oder Städte in den USA wie New York (6.00 Uhr) und Los Angeles (9.00 Uhr). Als letztes begrüßen Menschen auf der zur Insel-Gruppe Amerikanisch-Samoa gehörenden Insel Tutuila das Jahr 2018. Dort feiern die Bewohner um 12.00 Uhr MEZ am Montag "Happy New Year". Um 13.00 Uhr beginnt auf der Bakerinsel und der Howlandinsel das neue Jahr. Diese sind jedoch unbewohnt.

In Madrid haben auch heuer wieder mehrere Tausend Spanier und Touristen am Samstagabend an der Puerta del Sol einen Tag zu früh das neue Jahr eingeläutet. Grund für die um 24 Stunden vorgezogene Party: Die Stadtverwaltung testet die Glocken an der Turmuhr des Gebäudes der Regionalregierung immer einen Tag vor Silvester. Mann will sichergehen, dass die Glocken dann am 31. Dezember auch richtig funktionieren. Dabei wird fast genauso ausgelassen gefeiert wie bei der eigentlichen Neujahrsparty.

In einem kleinen Dorf westlich von Madrid  hat das neue Jahr zum 13. Mal schon mittags begonnen. In dem spanischen Örtchen sind die meisten Bürger über 75 Jahre alt. Sie wollten einfach nicht bis Mitternacht wach bleiben, dafür seien sie einfach zu müde, berichteten örtliche Medien am Sonntag.

In Italien wird die Begrüßung des neuen Jahres wohl weniger heftig ausfallen als geplant. Wie die Polizei mitteilte, wurden in ganz Italien in diesen Tagen vor Silvester 13.000 Kilo illegale Böller beschlagnahmt, weil sie ohne behördliche Genehmigung hergestellt wurden. Bei Unfällen mit Knallkörpern werden jedes Jahr Hunderte Italiener verletzt. Die Kontrollen wurden in den letzten Jahren drastisch verschärft.

(APA/dpa)

Home
Politik
Chronik
Wirtschaft
Sport
Kultur
Society
Life
Reise
Motor
Hightech