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Zwei Österreicher bei Flugzeugabsturz am Bodensee getötet

15.12.2017 - 13:21
Rettungskräfte nach Absturz im Einsatz© APA (dpa)Rettungskräfte nach Absturz im Einsatz

Bei einem Flugzeugabsturz am Bodensee sind am Donnerstag zwei Österreicher und ein Deutscher ums Leben gekommen. Laut Behörden handelte sich um einen 45-jährigen Piloten aus Vorarlberg und einen 49-Jährigen aus Wien, zudem starb ein 79-jähriger deutscher Fluggast. Die Maschine gehörte dem Bregenzer Lufttaxi-Unternehmen Skytaxi. Der Pilot war Mitgesellschafter und Geschäftsführer des Unternehmens.

Die Maschine, eine Cessna 510 mit Platz für vier Passagiere, war nach Polizeiangaben auf dem Weg vom Flugplatz Frankfurt-Egelsbach (Hessen) nach Friedrichshafen (Baden-Württemberg) und stürzte gegen 18.15 Uhr aus bisher ungeklärter Ursache in einem kleinen Waldgebiet in der Nähe des Waldburger Teilortes Sieberatsreute ab. Zeugen hatten den Absturz beobachtet und die Rettungskräfte alarmiert. Diese fanden am Unglücksort drei Tote. Die Bergung in dem Waldstück gestaltete sich schwierig, Schneefall und Wind behinderten die Arbeiten. Sie mussten unterbrochen werden und wurden am Freitag fortgesetzt.

"Er war ein sehr erfahrener Pilot, bestens ausgebildet", sagte Skytaxi-Mehrheitseigentümer Werner Deuring in einer ersten Reaktion über seinen verstorbenen Geschäftspartner. Es gelte nun zunächst, sich um die Hinterbliebenen und die Mitarbeiter von Skytaxi zu kümmern. Zum Unfallhergang und zur Unfallursache lägen ihm bisher keine Informationen vor, man werde die Untersuchungen der Behörden abwarten müssen. Wie es für Skytaxi weitergeht - man habe eine weitere Maschine im Einsatz - sei noch unklar.

Bei dem Fluggast soll es sich um den als "Bäderkönig" bekannten deutschen Architekten und Unternehmer Josef Wund handeln, berichtete die dpa unter Berufung auf einen Sprecher der nach ihm benannten Stiftung. "Wir sind alle traurig und geschockt", wurde der Sprecher zitiert.

Sachverständige der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU) hatten noch in der Nacht ihre Untersuchungen am Unfallort zur Klärung der Absturzursache aufgenommen, auch sie setzten ihre Arbeit am Freitag fort. Das österreichische Portal "austrianaviation.net" meldete, es habe Hinweise auf Eisbildung auf den Tragflächen gegeben. Eine Bestätigung dafür gab es vorerst nicht.

In der Region war es erst im Sommer zum Absturz eines Kleinflugzeuges gekommen: Eine Propellermaschine vom Typ Piper Malibu war im August mit zwei Menschen an Bord in Zürich gestartet und wenig später nahe der Blumeninsel Mainau ins Wasser gestürzt. Der 74 Jahre alte Pilot und seine 75 Jahre alte Partnerin - beide Schweizer Staatsangehörige - kamen ums Leben.

(APA)

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