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Drei Tote nach Zugsunglück bei Thessaloniki

14.05.2017 - 13:35
Die Unglücksursache war zunächst nicht bekannt© APA (AFP)Die Unglücksursache war zunächst nicht bekannt

Bei einem Zugsunglück nahe der griechischen Hafenstadt Thessaloniki sind am Samstag drei Menschen ums Leben gekommen. Ein Expresszug sprang auf der Verbindung Thessaloniki-Athen am Samstagnachmittag laut der griechischen Nachrichtenagentur Ana aus den Gleisen und raste in ein Haus. Der 24-jährige Bewohner des Hauses konnte sich unmittelbar vor dem Aufprall mit einem Sprung vom Balkon retten.

Die Zahl der Toten erhöhte sich am Sonntag von zwei auf drei, da ein Schwerverletzter seinen Verletzungen erlag. Die Lok und alle fünf Wagen des aus Athen kommenden Schnellzugs entgleisten in Adendro, 40 Kilometer vor Thessaloniki. Die beiden vordersten Wagen kippten vollständig um. Nach Angaben der Vize-Präfektin der Region, Voula Patoulidou, entgleiste der Zug womöglich wegen überhöhter Geschwindigkeit. Die Bahngesellschaft Trainoise leitete eine Untersuchung zur Ermittlung des Unfallhergangs ein.

Rund hundert Einsatzkräfte waren vor Ort, um die 70 Reisenden aus den Wagen zu befreien. Gegen Mitternacht waren die Rettungsarbeiten abgeschlossen. Unter den Toten seien keine Touristen, hieß es aus Kreisen des Rettungsdienstes. Zuvor hatte die griechische Eisenbahn von vier Toten berichtet.

Wie die griechischen Eisenbahnen mitteilten, hatten sich 70 Passagiere und fünf Eisenbahner im verunglückten Zug befunden. Augenzeugen sagten im Fernsehen, es habe einen lauten Knall und ein Dröhnen gegeben, und alle fünf Waggons des Intercity 58 sowie die Lokomotive seien entgleist. Die Lokomotive sei anschließend in ein Haus gerast.

"Ich habe den Tod auf mich zukommen sehen", sagte ein Anrainer der Region Reportern. Die Einwohner des Hauses hatten Glück: Zum Zeitpunkt den Unglücks befanden sie sich im oberen Stockwerk und konnten das vom Einsturz gefährdete Gebäude verlassen. "Das Haus muss abgerissen werden", sagte der Feuerwehrchef der Region.

Über die Ursachen des Unglücks wollte er sich nicht äußern. Experten der Eisenbahn würden klären, wie es zu dem Unfall nahe der Ortschaft Adendro rund 25 Kilometer westlich von Thessaloniki kommen konnte, hieß es.

Der Zug war am Samstagnachmittag in Athen gestartet und für den Abend in Thessaloniki erwartet worden. Die griechischen Eisenbahnen (TrainOSE) sind wegen der schweren Finanzkrise in Griechenland in einem schlechten Zustand.

(APA/dpa/ag.)

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