Quelle: ZAMG

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Überschwemmungen nach Zyklon "Debbie" in Australien

31.03.2017 - 11:53
Der Fisch war von einer Sanitäterin entdeckt worden© APA (AFP)Der Fisch war von einer Sanitäterin entdeckt worden

Wegen der mit dem Sturm "Debbie" einhergehenden Überschwemmungen sind im Osten Australiens Zehntausende Menschen in Sicherheit gebracht worden. Die Rettungskräfte rechneten am Freitag mit Todesopfern: "Wir fangen an, die Menschen zu suchen, die in der Nacht Notrufe abgesetzt haben, es könnte sehr traurige Nachrichten geben", sagte Mark Morrow vom staatlichen Rettungsdienst SES.

"Es könnten über Nacht Menschen in den Fluten umgekommen sein", so Morrow im Rundfunksender ABC. Besonders betroffen von den Überschwemmungen war laut SES die Stadt Lismore nahe der Küste von New South Wales. Für Lismore sowie für die Städte Tweed Heads, Kingscliff und Murwillumbah wurden Evakuierungen angeordnet. Auch in Queensland wurden Bewohner überschwemmter Orte in Sicherheit gebracht. Unter anderem stand die Touristenstadt Gold Coast unter Wasser.

Angesichts der großflächigen Überschwemmungen im Gefolge des Zyklons im Nordosten Australiens warnen die Behörden nun auch vor gefährlichem Getier: In den Fluten können Schlangen, Krokodile oder gar Haie lauern. Einen spektakulären Fund machte die Rettungssanitäterin Lisa Smith am Birdekin-Fluss in Queensland: Sie fotografierte einen riesigen Bullenhai, der dort ans Ufer gespült wurde. "Das sollte die Leute lehren, niemals durch Hochwasser zu waten, weil man nie weiß, was darin ist", sagte sie der Zeitung "Courier Mail".

Krokodile und Schlangen könnten wegen der über die Ufer getretenen Flüsse "an unerwarteten Stellen" auftauchen, warnte auch das Umweltministerium des Bundesstaates Queensland. Als gute Schwimmer könnten Schlangen die Hochwasser durchqueren und letzlich in Wohnhäuser gelangen.

Mit Spitzengeschwindigkeiten von 270 Stundenkilometern war "Debbie" am Dienstag auf die Nordostküste des Bundesstaats Queensland getroffen. Der Wirbelsturm richtete schwere Schäden an, doch war er weniger verheerend als zunächst befürchtet. Auf seinem Weg nach Südosten wurde "Debbie" zu einem Tiefdruckgebiet herabgestuft, sorgte aber weiter für ungewöhnlichen heftigen Regen und Überschwemmungen.

(APA/dpa/ag.)

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