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Mehrere Tote nach Schüssen auf Flughafen in Fort Lauderdale

06.01.2017 - 23:07
Die Anzahl der Opfer ist noch unklar, der Flughafen wurde gesperrt© APA (AFP/Getty)Die Anzahl der Opfer ist noch unklar, der Flughafen wurde gesperrt

Auf dem Flughafen der Stadt Fort Lauderdale in Florida sind am Freitag mindestens fünf Menschen erschossen worden. Mindestens acht weitere wurden verletzt. Das teilte der zuständige Sheriff des Broward Countys mit, wo der Flughafen gelegen ist. Ein Verdächtiger sei in Haft. Die Polizei ging weiterhin unbestätigten Hinweisen nach, es seien nach der Festnahme weitere Kugeln abgefeuert worden.

Nach ersten Ermittlungen habe es jedoch keine weiteren Schüsse gegeben, sagte Sheriff Scott Israel. Die Polizei habe keinen Schuss abgeben müssen, versicherte er. Bei dem Schützen handelt es sich nach Angaben von Floridas Senator Bill Nelson um einen 26 Jahre alten Mann. Er soll einen Ausweis der Streitkräfte bei sich getragen haben und Esteban Santiago heißen.

Bürgermeisterin Barbara Sharief sagte, der Täter habe offenbar im Alleingang gehandelt. "Wir haben keine Erkenntnisse, dass es einen weiteren Täter gab", sagte sie.

US-Präsident Barack Obama wurde offiziell von dem Vorfall unterrichtet. Auch der künftige Präsident Donald Trump erklärte, er beobachte die Situation. Die Bundespolizei FBI wurde in die Ermittlungen einbezogen.

Die genauen Hintergründe blieben zunächst unklar. Der Flughafen - offizieller Name "Fort Lauderdale-Hollywood International Airport" - twitterte, es gebe "einen Vorfall im Terminal 2". Der Vorfall habe sich im Bereich der Gepäckausgabe ereignet, berichtete NBC. Ein Augenzeuge sagte dem Sender: "Er hat wahllos um sich geschossen." Der Schütze habe nicht versucht, bei Eintreffen der Polizei zu fliehen, sagte der Augenzeuge. Nachdem er sein Magazin leergeschossen habe, habe er seine Waffe abgelegt und sich festnehmen lassen.

Der Flughafen wurde zunächst gesperrt, zwischenzeitlich teilweise wieder freigegeben, dann wieder gesperrt. Der Flughafen wird jährlich von rund 25 Millionen Passagieren genutzt. Er ist damit hinsichtlich der Passagierzahlen größer als der drittgrößte deutsche Flughafen Düsseldorf.

Als einer der Ersten hatte der frühere Regierungssprecher von Präsident George W. Bush, Ari Fleischer, über den Kurznachrichtendienst Twitter von der Situation berichtet. Er befand sich demnach zum Zeitpunkt des Vorfalls auf dem Flughafen.

"Es sind Schüsse gefallen. Alle rennen weg", schrieb er. "Alles ist jetzt wieder ruhig, aber die Polizei lässt niemanden aus dem Flughafen raus, zumindest nicht dort, wo ich gerade bin", schrieb Fleischer weiter.

(APA/dpa)

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