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Heftiges Erdbeben in Südchile verursachte leichte Schäden

25.12.2016 - 22:44
Nach Berichten gab es Schäden an Häusern und Straßen© APA (AFP)Nach Berichten gab es Schäden an Häusern und Straßen

Vor der Südküste Chiles hat sich am Sonntag ein schweres Erdbeben ereignet. Nach Erkenntnissen der US-Erdbebenwarte USGS erreichte das Beben eine Stärke von 7,7, die chilenische Erdbebenwarte CSN gab die Stärke mit 7,6 an. Es gab nach ersten Berichten Schäden an Häusern und Straßen, aber keine Verletzten.

Nach dem Seebeben rund 1.150 Kilometer südlich von Santiago de Chile hatte der Katastrophendienst Onemi kurzzeitig einen Tsunami-Alarm ausgegeben, der aber bald wieder aufgehoben wurde. Rund 4.000 Menschen waren eine Stunde nach dem Beben bereits in Sicherheit gebracht worden, wie das Nachrichtenportal Emol berichtete.

Das Beben im Pazifik ereignete sich 28 Kilometer südwestlich der Hafenstadt Quellon auf der südchilenischen Insel Chiloe. Es folgten zunächst ein Dutzend Nachbeben, das heftigste unter ihnen erreichte die Stärke 5,2. In Quellon und der 90 Kilometer entfernten Stadt Castro, auch auf Chiloe, fiel die Stromzufuhr von über 20.000 Anschlüssen aus. Der Verkehr auf der Landstraße zwischen beiden Städten wurde wegen Asphaltrissen unterbrochen. Auch die Schiffverbindungen zum Festland wurden ausgesetzt. Einige Häuser in Quellon wurden beschädigt.

Dem chilenischen Zivilschutz zufolge kamen bei dem Beben keine Menschen ums Leben. Auch in der südwestargentinischen Stadt Bariloche war Medienberichten zufolge das Beben zu spüren. Die chilenischen Behörden hatten unmittelbar nach der Tsunami-Warnung eine Evakuierung von Küstengebieten im Süden des Landes angeordnet.

Chile liegt am sogenannten Pazifischen Feuerring. An dem hufeisenförmigen Vulkangürtel, der den Pazifischen Ozean umgibt, stoßen gleich mehrere Kontinentalplatten und ozeanische Platten aneinander. Weil sie ständig in Bewegung sind, wird Chile immer wieder von Erdstößen erschüttert. Im Februar 2010 waren durch ein Beben der Stärke 8,8 und einen anschließenden Tsunami in Chile mehr als 500 Menschen ums Leben gekommen. Die damalige Schadenssumme belief sich auf umgerechnet rund 27 Milliarden Euro.

(APA/dpa/ag.)

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