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Mädchen sechs Jahre lang von Bruder missbraucht

02.02.2012 - 13:32

Weil er seine kleine Schwester von ihrem siebenten bis zum 13. Lebensjahr missbraucht hatte, ist ein 21-Jähriger im Straflandesgericht verurteilt worden. Mehrmals wöchentlich war es im Zimmer des Mädchens in Wien-Donaustadt zu Übergriffen gekommen. Da der bisher unbescholtene Bursch ein umfassendes Geständnis ablegte und sich schuldeinsichtig zeigte, kam er mit zwei Jahren bedingter Haft davon.

Zudem ordnete der Schöffensenat (Vorsitz: Norbert Gerstberger) Bewährungshilfe an und erteilte dem 21-Jährigen, der laut einem psychiatrischen Gutachten an einer Persönlichkeitsentwicklungsstörung leidet, die Weisung, sich einer Psychotherapie zu unterziehen. Das Urteil ist rechtskräftig.

"Ich weiß, dass es nicht richtig war. Was soll ich dazu sagen? Ich habe ständig Angst gehabt, dass es auffliegt", gab der Angeklagte zu Protokoll. Mit 14 begann er, sich nachts ins Schlafzimmer der Schwester zu schleichen. Sooft er das Gefühl hatte, diese würde schlafen, berührte und betastete er sie oder ihre oftmals anwesende Freundin unsittlich. "Es war ein Adrenalinstoß. Ich hatte so Herzrasen nach zwei bis drei Minuten, dass ich danach immer gleich gegangen bin. Das Ganze war wie ein Zwang", sagte der 21-Jährige.

Seine Handlungen flogen erst im Dezember 2010 auf, als die kleine Schwester sich einer Freundin anvertraute. Diese erzählte die Geschichte ihrer Mutter, die daraufhin zur Polizei ging. Die Mutter des Täters und des Opfers fiel aus allen Wolken, als sie davon erfuhr. Wie die allein erziehende Frau als Zeugin erklärte, habe sie "nichts mitbekommen", obwohl ihr eine andere, wesentlich ältere und ebenfalls im Haushalt lebende Schwester einmal berichtet hatte, der Bruder beobachte sie immer wieder heimlich beim Duschen und sie habe "Angst, dass da auch etwas mit der Kleinen ist".

(APA)

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