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Kupferdiebstähle in Wiener U-Bahn geklärt

01.02.2012 - 13:49

Die Serie an schlagzeilenträchtigen wie gefährlichen Kupferdiebstählen auf Wiener U-Bahnlinien scheint geklärt: Wie die Polizei am Mittwoch berichtete, werden in der Nacht auf Montag quasi auf frischer Tat ertappte Personen sowie zwei inzwischen ausgeforschte weitere Komplizen für zehn derartige Delikte verantwortlich gemacht. Der Schaden beträgt eine sechsstellige Summe.

Ein Mitarbeiter der Wiener Linien hat zu Wochenbeginn Verdächtige im Gleisbereich der Station Neue Donau wahrgenommen, die Polizei schnappte drei Männer und eine Frau nach kurzer Flucht mit ihrem Auto. Die Ermittlungen des Landeskriminalamtes Wien haben nun ergeben, dass die Bande für die gesamte Serie vom 25. November 2010 bis Ende Jänner dieses Jahres infrage kommt. An den Diebstählen sollen zwei weitere Männer beteiligt gewesen sein, einer wurde verhaftet, nach dem 29-jährigen Marian K. aus der Slowakei wird gefahndet.

Die Täter hatten die Kupferkabel weiterverkauft. "An Händler in Bratislava", wie Polizeisprecherin Regina Steyrer erzählte. Wie viel sie dafür kassierten, war noch nicht klar.

Doch bereits am (gestrigen) Dienstag wurden weitere Kupferkabeldiebe in Wien-Brigittenau festgenommen. Zwei Männer hatten in Wohnhäusern u.a. Steigleitungs- und Erdungskabel abgetrennt und in einem von einem Komplizen gelenkten Fahrzeug deponiert. Ein Zeuge war auf das auffällige Treiben aufmerksam geworden und hatte die Polizei informiert. Die Uniformierten stellten Zangen und Kabel bei dem Duo sicher, im Wagen fanden sie dann noch weitere 57 Kilo des Metalls. Da die Festgenommenen ebenfalls aus der Slowakei stammen, wird nun ein möglicher Zusammenhang zur anderen Tätergruppe untersucht, sagte Polizeisprecherin Adina Mircioane.

(APA)

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